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Weltcup-Finale in Sibirien Doppel-Olympiasiegerin Dahlmeier Sprint-Sechste

Von dpa

Laura Dahlmeier belegte im Sprint den sechsten Platz. Foto: Hendrik SchmidtLaura Dahlmeier belegte im Sprint den sechsten Platz. Foto: Hendrik Schmidt

Tjumen. Auch bei Laura Dahlmeier gehen die Kräfte langsam zu Ende. Deshalb ging sie ohne große Erwartungen ins Biathlon-Saisonfinale in Sibirien. Im Sprint wird sie als Sechste beste Deutsche. Den Sieg sichert sich Darja Domratschewa.

Nach einem anstrengenden wie erfolgreichen Olympia-Winter sehnt Biathlon-Star Laura Dahlmeier einfach nur noch das Saisonende herbei.

„Wir sind doch alle schon recht platt. Ich bin froh, wenn nach den letzten zwei Rennen Feierabend ist“, sagte die zweimalige Olympiasiegerin nach Platz sechs im Sprint beim Saisonfinale im russischen Tjumen dem ZDF. Die 24-Jährige verpasste zwar ihren dritten Weltcupsieg in dieser Saison klar. Die erschöpfte Partenkirchnerin war aber mit Abstand wieder einmal beste Deutsche.

Weil sich die Konkurrenz keine Blöße gab, ist jedoch die ohnehin nur noch theoretische Minimalchance der 24-Jährigen auf den erneuten Gewinn des Gesamtweltcups quasi gleich null. Das kann die siebenmalige Weltmeisterin locker verschmerzen, ihr großes Saisonziel war dies im Olympia-Jahr ohnehin nicht.

Dahlmeier setzte gleich den ersten Schuss daneben, alle restlichen neun aber versenkte sie sicher. In der Loipe lieferte sie als Sechstschnellste ebenfalls eine ansprechende Leistung ab, obwohl der Akku bei ihr langsam leer ist. Dafür feierte Dahlmeier mit ihren Teamkolleginnen ausgelassen den erneuten Erfolg im Nationencup. Angreifen will die Bayerin nun wieder am Samstag in der Verfolgung, wo sie 50 Sekunden hinter Sprintsiegerin Darja Domratschewa aussichtsreich ins Rennen geht.

Die Weißrussin verwies bei ihrem fünften Saisonsieg die ebenfalls fehlerfrei gebliebene Finnin Kaisa Mäkäräinen mit einem Vorsprung von 1,2 Sekunden auf Rang zwei. Dritte wurde die Norwegerin Tiril Eckhoff (1 Fehler/+ 33,3 Sekunden). Mäkäräinen machte damit im Kampf um den Gesamtweltcup Boden auf die führende Slowakin Anastasija Kuzmina gut. Die dreimalige Olympiasiegerin musste sich in ihrer Geburtsstadt Tjumen nach drei Strafrunden mit Rang zwölf zufriedengeben. Die kleine Kristallkugel für die Sprintwertung sicherte sich Kuzmina dennoch.

Insgesamt lieferten die Schützlinge von Bundestrainer Gerald Hönig eine eher schwache Teamleistung ab. Von den acht Deutschen schafften es nur noch Karolin Horchler als Elfte (0/1:01,6 Minuten) und Vanessa Hinz (1/+ 1:24,2) auf Rang 20 in die Top 20. Franziska Preuß wurde 24., Franziska Hildebrand 29., die zweimalige Saisonsiegerin Denise Herrmann musste sich mit Rang 36 begnügen. Maren Hammerschmidt folgte auf Platz 38 direkt gefolgt von Nadine Horchler.