Erste deutsche Männer-Medaille für Fleig Paralympics 2018: Fahnenträgerin Eskau nun erfolgreichste Deutsche

Von dpa


Pyeongchang. Die vierte Medaille, das zweite Gold: Die deutsche Fahnenträgerin Andrea Eskau hat bei den Paralympics in Pyeongchang das Biathlon-Rennen über 12,5 Kilometer gewonnen. Biathlet Martin Fleig holte als erster deutscher Para-Athlet seit 2010 eine Medaille.

Eskau ist mit dem Sieg im Biathlon über 12,5 Kilometer zwei Tage vor dem Ende zur aktuell erfolgreichsten deutschen Athletin der Spiele aufgestiegen. Die Magdeburgerin blieb in allen vier Schießen ohne Fehler.

13 Medaillen bei sechs Paralympics

Die 46-Jährige hatte zuvor schon Gold über zehn Kilometer im Biathlon, sowie Silber im Langlauf-Sprint und im Langlauf über 12 Kilometer gewonnen. Insgesamt hat Eskau, die im Sommer mit dem Handbike startet, bei sechs Paralympics nun 13 Medaillen geholt, davon acht goldene. „Ich kann das im Moment noch gar nicht realisieren. Dafür muss ich erstmal heimkommen“, sagte Eskau: „Außerdem muss ich ja die Spannung hochhalten, es kommen noch zwei Wettkämpfe. Aber ich bin superstolz, dass ich das geschafft habe mit dem Nullschießen.“

Anja Wicker ist in Südkorea derweil weiter ohne Medaille. Die Stuttgarterin, die 2014 über zehn Kilometer im Biathlon Gold geholt hatte, wurde am Freitag nach drei Fehlschüssen Neunte.

Gold für die Männer

Martin Fleig hat bei den Paralympics in Pyeongchang Gold im Biathlon gewonnen und damit als erster deutscher Para-Athlet seit 2010 eine Medaille bei Winterspielen errungen. Der 28 Jahre alte Weltmeister aus Freiburg siegte am Freitag über 15 Kilometer, nachdem er in allen vier Schießen ohne Fehler geblieben und schrie im Ziel seine ganze Freude heraus.

Es war die 14. Medaille für den deutschen Behindertensportverband bei den Spielen in Südkorea, alle 13 vorherigen hatten Frauen gewonnen. Auch bei den Spielen 2014 in Sotschi waren alle 15 deutschen Medaillen durch Frauen gewonnen worden.