KSC und Wehen bleiben dran 3. Liga: Aufstiegsrennen verspricht Spannung bis zum Schluss

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Siegte auch in Erfurt (um Merveille Biankadi): der Karlsruher SC (rechts, mit Marcel Mehlem). Foto: imago/HesslandSiegte auch in Erfurt (um Merveille Biankadi): der Karlsruher SC (rechts, mit Marcel Mehlem). Foto: imago/Hessland

Osnabrück. Im Keller hat sich aktuell eine Schere aufgetan – an der Tabellenspitze hat sich jene Schere wieder geschlossen: Zogen noch vor einigen Wochen der SC Paderborn und der 1. FC Magdeburg an der Tabellenspitze einsam ihre Kreise, setzen nun Wehen Wiesbaden, Fortuna Köln, vielleicht auch Hansa Rostock und ganz sicher der seit 18 Spielen ungeschlagene Karlsruher SC das Spitzenduo massiv unter Druck. Der Saisonendspurt an der Tabellenspitze verspricht heiß zu werden.

Dabei setzte der KSC auch bei der Rückkehr von Trainer Alois Schwartz an seine alte Wirkungsstätte Erfurt beim 3:1-Sieg seinen Weg fort: unaufgeregt, sachlich, nüchtern – im eigenen Spiel und in den Kommentaren davor und danach. „Die zweite Halbzeit war zäh“, sagte Schwartz, der gesehen hatte, dass seine Fußballer einige Chancen liegen gelassen und viele Fehlpässe produziert hatten – was der erfahrene Coach auch auf die Belastungen am Ende der englischen Woche schob. In jedem Fall bleibt das Team mit der besten Abwehr der Liga – derzeit Inhaber des Relegationsplatzes – ein heißer Anwärter sogar auf den direkten Aufstieg: Magdeburg und Paderborn sind nur drei Punkte voraus.

Für diese beiden Teams spricht, dass sie nach zuvor sehr durchwachsenen Resultaten am Wochenende wieder Big Points landen konnten: Paderborn drehte beim Verfolger Rostock einen 0:2-Rückstand in einen 3:2-Sieg, und Magdeburg feierte beim 6:1 gegen Aalen ein Schützenfest mit traumhaften Treffern – auch von Torjäger Christian Beck, der seinen 30. Geburtstag feierte und bei seinem Jubel gestenreich kundtat, dass seine Freundin Nachwuchs erwartet. Beide Mannschaften müssen nicht mehr gegeneinander, aber im Saisonfinale noch jeweils gegen Karlsruhe, Fortuna Köln und Wehen Wiesbaden antreten.

Insbesondere die Hessen – die Elf mit der besten Tordifferenz, die mit einem Sieg im Nachholspiel in Chemnitz auf Rang drei springen könnte – sollte man auf dem Zettel haben. Beim 3:1-Sieg in Großaspach zeigte die SVWW-Elf erneut ihre Qualität in der Schlussviertelstunde, in der Stephan Andrist zwei Treffer erzielte – es waren im Kalenderjahr 2018 bereits die Treffer acht und neun der Hessen in den letzten 15 Minuten.


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