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Orr freut sich auf Familie in den USA

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Es dauerte lange, bis die ,,Drachen" geradezu wie begossene Pudel aus der Kabine schlichen, sich bei Frauen bzw. Freundinnen ersten Trost holten und schließlich in das Zelt kamen, wo eine außergewöhnliche Fangemeinde auf sie wartete. ,,Unsere Fans sind absolut erstligareif", hatte Hallensprecher Rainer Kalvelage unter Pfiffen der 300 Rhöndorfer Anhänger mehr als einmal während des Spiels betont und damit die Kulisse gelobt, die mit rot-weißen Fähnen, Trommeln und anderem mehr ausgestattet die Halle förmlich kochen ließ.

,,Das waren wir unseren Fans schuldig, die uns so super unterstützt haben. Sogar am Sonntag vor dem Rathaus haben einige auf uns gewartet", erklärte Fleming den Gang in die lockere Runde im Zelt neben der Halle, obwohl die meisten ,,Drachen" nach er bitteren Niederlage am liebsten im Erdboden versunken wären. ,,Hätte ich doch bloß mehr Bälle geholt", rieb sich Spielmacher Townsend Orr ebenso in Selbstzweifel auf wie Nils Becker, der nie so wenig punktete (4 Punkte, 5 Fouls) wie im wichtigsten Spiel, oder wie Daniel Strauch, der beim Blick zurück auf seine vergebenen Freiwürfe seine starke Leistung in entscheidenden Phasen nicht als Trost heran zog.

,,Dann geht es in der nächsten Saison wieder in der 2. Liga rund", mühte sich auch der Discjockey im Zelt um gute Laune, die schwer fiel, ehe ein paar Bier nach Mitternacht die Stimmung ein wenig lösten, ohne dass ausgefallen gefeiert wurde. Seit gestern ist Alltag, ab der Wochenmitte gehen die Spieler getrennte Wege, denn nach dem 30. und letzten Spieltag der langen Saison (Punktspielstart am 3. Oktober) können die Sportsachen eingepackt werden. Townsend Orr, en Flemiung unbedingt halten möchte (,,Er ist für uns unbeschreiblich wichtig") fliegt am Mittwoch in die USA zu seiner Familie. Nils Becker fuhr bereits gestern zu Frau und Kindern nach Bayreuth, während Dominique Klein auf einen Flug Richtung USA wartet, um sich für ein College in seinem weiteren Werdegang entscheidet.

Der Hamburger Junge (Fleming: ,,Er hat sich super entwickelt") hatte von vorneherein nur für ein Jahr in Quakenbrück zugesagt und verlässt damit das erfolgreiche Team in jedem Fall. Andere personelle Entscheidungen fallen in den nächsten Tagen und Wochen mit dem Ziel, die neue Mannschaft im Juni auf dem Papier stehen zu haben. Bis dahin schalten die Spieler verdientermaßen ab im Gegensatz zu den Trainern, denn für Fleming und Ritz Ingram beginnt ab sofort praktisch die neue Saison, mit der sich das Gespann übrigens bereits am Samstag nach dem Spiel zurück gezogen in einer Kabine beschäftigte.


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