Matteo Renzi und Gianluigi Buffon dabei Tausende verabschieden sich von Florenz-Kapitän Astori

Von dpa

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Florenz. Tausende Fans und zahlreiche Fußball-Profis haben sich in Florenz von dem italienischen Fußball-Nationalspieler Davide Astori verabschiedet. Mit nur 31 Jahren war der Kapitän von AC Florenz am Sonntag überraschend aufgrund eines Herzstillstands gestorben.

Zur Trauerfeier in der Santa-Croce-Basilika kamen am Donnerstag nicht nur die Florentiner Teamkollegen des 31-Jährigen, der am Sonntag in seinem Hotelzimmer in Udine tot aufgefunden worden war. Auch Torwartlegende Gianluigi Buffon, der Trainer von Rekordmeister Juventus Turin, Massimiliano Allegri und der frühere Bürgermeister von Florenz und Ex-Ministerpräsident Matteo Renzi nahmen teil.

Die Menschenmenge vor der Kirche spendete mehrmals langen Applaus. Auf Schildern war „Addio Capitano“, „Tschüss, Kapitän“, zu lesen. Flaggen des Clubs wurden geschwenkt. Auch vor dem Stadion, das der Leichenwagen in langsamem Tempo passierte, hatten sich laut Nachrichtenagentur Ansa rund 2000 Fans versammelt.

(Weiterlesen: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Verdacht des Totschlags)

Nach den ersten Ergebnissen der Obduktion am Dienstag ist der Fußballspieler eines natürlichen Todes gestorben. Die gerichtsmedizinische Untersuchung der Leiche habe ergeben, dass sich das Herz des 31-Jährigen verlangsamt und schließlich nicht mehr geschlagen habe, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

Die Anklagebehörde hatte Ermittlungen gegen Unbekannt wegen des Verdachts des Totschlags eingeleitet. Doch auch, wenn eine definitive Diagnose noch aussteht, sagte Staatsanwalt Antonio De Nicolo: Bislang weise nichts auf „andere Ursachen als die eines natürlichen Todes“ hin. Ein abschließendes Ergebnisse wird laut „Gazzetta dello Sport“ in 60 Tagen erwartet, wenn die tiefergehende Untersuchung der Gewebeproben abgeschlossen sei.

Astori, Kapitän des AC Florenz, war am Sonntag in seinem Hotelzimmer in Udine tot aufgefunden worden. Dort sollte seine Mannschaft am selben Tag gegen den lokalen Club antreten. Der Staatsanwaltschaft zufolge war Astori bereits mehrere Stunden tot, bevor er leblos aufgefunden wurde.

Die Erstligisten AC Florenz und Cagliari Calcio wollen dem Fußball-Profi nun eine letzte Ehre erweisen und seine Nummer 13 nicht mehr vergeben. „Dieses Trikot gehört für immer dir“, twitterte der Florentiner Verein.


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