Laut Medienbericht BKA geht von hoher Sicherheitsgefahr bei Fußball-WM in Russland aus

Von dpa

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Russische Sicherheitskräfte patrouillieren in einer U-Bahnstation. Laut einem Medienbericht geht das Bundeskriminalamt von einer hohen Sicherheitsgefährdung bei der WM 2018 in Russland aus. Archivbild: dpaRussische Sicherheitskräfte patrouillieren in einer U-Bahnstation. Laut einem Medienbericht geht das Bundeskriminalamt von einer hohen Sicherheitsgefährdung bei der WM 2018 in Russland aus. Archivbild: dpa

Wiesbaden. Das Bundeskriminalamt (BKA) geht bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland 2018 laut eines Medienberichtes von einer hohen Gefahr vor allem durch radikale Islamisten und russische Hooligans aus.

Unter Berufung auf ein vertrauliches Papier des BKA berichtete die „Bild“-Zeitung von einer hohen Gefahr bei der Weltmeisterschaft in Russland. In dem sogenannten Gefährdungslagebild heiße es, dass sowohl die islamistischen Strukturen in Teilen des Landes, als auch die hohe Zahl an russischstämmigen IS-Kämpfern für eine besondere Gefährdungslage sorgen würden. Dem BKA-Papier zufolge thematisiere die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) seit Mitte Oktober 2017 zunehmend die WM 2018. So seien Collagen verbreitet worden, die eine angebliche Hinrichtung von Fußballstars zeigten oder andeuteten.

Russische Hooligans besonders gewaltbereit

Die BKA-Ermittler würden außerdem festhalten, dass Teile der russischen Fanszene für ihre Gewaltbereitschaft und Rassismus bekannt seien. Bereits im Frühjahr 2017 hätten russische Hooligans ein „Festival der Gewalt“ angekündigt. Mit der Anreise einer größeren Anzahl deutscher Hooligans rechnen die Ermittler demnach nicht. Sowohl die unattraktive Auslosung, als auch die Gesetzesverschärfungen in Russland würde viele Hooligans abschrecken.

Brutale Angriffe in der Vergangenheit

Brutale Angriffe russischer Hooligans auf englische Fans bei der Fußball-Europameisterschaft 2016 in Frankreich hatten in ganz Europa Entsetzen ausgelöst. Bei den blutigen Straßenschlachten in der Hafenstadt Marseille waren 35 Menschen, die meisten von ihnen England-Fans, verletzt worden. Einer von ihnen schwebte stundenlang in Lebensgefahr. Es waren die schwersten Ausschreitungen im internationalen Fußball seit der WM 1998.

Kein Kommentar vom BKA

Das BKA wollte den Bericht nicht kommentieren. Dies geschehe bei internen Papieren grundsätzlich nicht, teilte eine Sprecherin in Wiesbaden am Dienstag mit.


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