FUSSBALLTALKS UNTER DER LUPE: ZEIGLERS WUNDERBARE WELT DES FUSSBALLS Zeigler zu Besuch beim Drei-Tages-Präsidenten Zylka

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„Der FC Schalke 04 ist ein Stück soziale Kultur“, sagt Zylka. Foto: Clemens Bilan/ddp„Der FC Schalke 04 ist ein Stück soziale Kultur“, sagt Zylka. Foto: Clemens Bilan/ddp

Osnabrück. In seiner „Wunderbaren Welt des Fußballs“ widmete sich Arnd Zeigler am Sonntagabend wie gewohnt nicht nur ausschließlich dem Tagesgeschäft Bundesliga. Sein Team stattete nämlich einem ganz besonderen Schalke-Fan einen Besuch ab, der nicht nur Anhänger seines Vereins ist, sondern auch mal Funktionär bei den Knappen war – wenn auch nur für kurze Zeit.

Kennen Sie Michael Zylka? Der 67-jährige scheint auf den ersten Blick ein ganz normaler Fan des FC Schalke 04 zu sein. Vor einiger Zeit war Zylka Protagonist in einem Zeitungsartikel, der sich mit seiner Sammelleidenschaft für Fußball-Wimpel beschäftigte – Arnd Zeigler war der Mann aber noch in einem anderen Kontext bekannt. 1988 wurde der Düsseldorfer nämlich Präsident des S04, und blieb dies für ganze drei Tage. Für Zeigler war diese Geschichte natürlich ein gefundenes Fressen und so begleitete sein Team Zylka kurzerhand zum Schalke-Heimspiel gegen Hertha BSC. Gerne nahm der ehemalige Präsident das Angebot an und zeigte den Zuschauern „sein Schalke“.

„Der FC Schalke 04 ist ein Stück soziale Kultur – nicht nur in Gelsenkirchen, sondern in ganz Deutschland“, wusste Zylka und führte die Zuschauer mit dieser Weisheit in die Fußball-Kneipe „Blau-Weiße Hölle“. Dort machte sich der Betriebswirt mit dem Mikrofon bewaffnet auf Stimmenjagd und holte die Spieltags-Tipps der Blau-Weißen-Gemeinde ein. Nach einem kleinen Zwischenstopp im ehemaligen Tabakladen der Schalke-Legenden Ernst Kuzorra und Stan Libuda, ging es anschließend zum Spiel. Für Michael Zylka war es die 1463 Schalke-Partie, die er live gesehen hat: „So ganz sicher bin ich mir aber nicht. Ich müsste nachschauen, um die genaue Zahl zu wissen. Aber die 1500 werde ich in diesem Jahr erreichen.“

Doch wieso musste die Amtszeit Zylkas damals schon nach drei Tagen enden? „Ich wusste, dass ich in einen reißenden Fluss springe, ich habe aber nicht annähernd geahnt wie kalt das Wasser sein würde.“ Turbulent ist es auf Schalke auch heutzutage noch. Der 1:0-Heimerfolg gegen Berlin dürfte das Fahrwasser für den Verein, aber auch für Edel-Fan Zylka allerdings wesentlich angenehmer gemacht haben. Und solange es Typen wie ihn gibt, werden auch Arnd Zeigler die Themen für seine Sendung mit Sicherheit nicht ausgehen.


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