Fußball-Talks unter der Lupe: ZDF Sportstudio RB-Trainer Hasenhüttl übt leichte Kritik am Videobeweis

Von Lutz Hölker

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Hasenhüttl äußerte leichte Kritik zum Videobeweis im ZDF Sportstudio. Foto: Screenshot: ZDF Sportstudio/NOZHasenhüttl äußerte leichte Kritik zum Videobeweis im ZDF Sportstudio. Foto: Screenshot: ZDF Sportstudio/NOZ

Osnabrück. Nach dem Topspiel zwischen RB Leipzig und Borussia Dortmund sprach Boris Büchler für das ZDF Sportstudio mit RB-Trainer Ralph Hasenhüttel über die Partie, die aktuelle Schwächephase seiner Mannschaft und das Saisonziel Champions League. Im Studio hatte Moderator Sven Voss die Olympia-Helden Christian Ehrhoff, Yannic Seidenberg, Danny aus den Birken und Bundestrainer Marco Sturm vom deutschen Eishockey-Nationalteam zu Gast.

Das Spiel zwischen Leipzig und Dortmund endete 1:1. Dabei hatten vor allem die Hausherren aus Leipzig in der zweiten Halbzeit Chancen auf den Siegtreffer. „Es war ziemlich eng, glaube ich. Das Spiel hätte noch in beide Richtungen laufen können. Wir hatten hinten raus vielleicht noch mehr Chancen, waren ein bisschen zwingender, aber in der Box dann nicht mehr mit der letzten guten Entscheidung. Deswegen haben wir leider Gottes kein zweites Tor gemacht“, lautete Hasenhüttls Einschätzung nach dem Spiel. Mit einem Sieg hätte Leipzig mit dem Tabellendritten aus Dortmund nach Punkten gleichziehen können.

Reus´ Abseitstor für Hasenhüttl kein Streitthema

Der Ausgleichstreffer durch Dortmunds Marco Reus entstand aus einer Abseitsposition. Trotzdem griff der Videoschiedsrichter aus Köln nicht ein, und das Tor wurde gegeben. Ralph Hasenhüttel wollte sich über diese Entscheidung nicht weiter aufregen, eine kleine Kritik äußerte er dennoch. „Sagen wir mal so, dafür ist der Videobeweis eigentlich eingeführt worden. Wir hatten in dieser Saison schon klarere Abseitsentscheidungen, die nicht zurückgenommen wurden gegen uns, deswegen hänge ich mich daran nicht auf“, antwortete er im Interview verhältnismäßig gelassen.

„Das letzte Quäntchen fehlt im Moment“

Das Remis gegen den BVB war das vierte sieglose Spiel in Folge für die Leipziger. Wirklichen Grund zur Sorge schien der RB-Coach allerdings nicht zu haben, zumal ein Punkt gegen Dortmund kein schlechtes Ergebnis ist. „Wir schaffen es im Moment nicht, Vorsprünge über die Runde zu bringen. Das ist sicherlich bitter. Wir haben heute ein bisschen früher reagiert, haben einen defensiven Mann gebracht und dadurch wieder Stabilität gewonnen. Das war wichtig, sonst wäre es vielleicht gegen diesen Gegner noch schlimmer ausgegangen“, analysierte Hasenhüttel die Partie. Trotzdem trauerte der 50-Jährige den vergebenen Chancen kurz vor Schluss hinterher: „Wir haben hinten raus die Chancen das zweite Tor zu machen. Das letzte Quäntchen fehlt im Moment und deswegen heißt es jetzt einfach weiter arbeiten.“

Champions League bleibt das Ziel

Aktuell befindet sich RB Leipzig nur noch auf dem sechsten Tabellenplatz. Das Saisonziel bleibt aber weiterhin die Qualifikation für die Champions League. Vor allem die Doppelbelastung in dieser Saison erschwert jedoch laut Hasenhüttl die Einhaltung dieser Zielsetzung. „Wir setzen uns immer die allerhöchsten Ziele. Aber wir haben in diesem Jahr auch wieder völlig andere Voraussetzungen als letztes Jahr. Das ist einfach so durch die Tatsache, dass wir jetzt international wieder zwei Spiele mehr haben“, gab Hasenhüttl zu und verwies dabei auch auf den Gegner der heutigen Partie: „Dortmund geht es ja ähnlich. Man merkt, dass auch da nicht alles rund läuft. Trotzdem sind wir sehr stolz, dass wir auch internationale Erfahrungen machen können. Es wird bis zum Schluss ein Rennen von fünf Mannschaften um drei Plätze sein. Da reinzukommen erfordert in dieser Saison guten Atem bis zum Schluss. Es wird sich wahrscheinlich nicht am 30. Spieltag entscheiden, sondern erst am letzten.“

Werners Torflaute kein Problem

Ein Spieler, der für dieses Vorhaben extrem wichtig ist, ist Timo Werner. Aktuell steckt der 21-jährige deutsche Nationalspieler in seiner ersten kleinen Torkrise: Seit sechs Spielen hat der Stürmer nicht mehr eingenetzt. Sein Trainer sieht darin allerdings kein Problem und erinnerte sich an seine eigene Zeit als Stürmer: „Wenn ich früher mal nur sechs Spiele nicht getroffen hätte, dann wäre ich froh gewesen. Bei Timo Werner ist es natürlich dann so, dass bei jedem Spiel, in dem er nicht trifft, es ihm noch vorgerechnet wird.“ Außerdem richtete Hasenhüttl noch ein paar motivierende Worte an seinen Stürmer: „Ich finde, dass er heute gut gearbeitet hat und dass das irgendwann auch wieder kommen wird, vielleicht schon am Donnerstag gegen St. Petersburg.“


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