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Deutsche weit zurück Zweiter Olympiasieg für österreichs Skistar Hirscher

Von dpa

Holte in Riesenslalom in Pyeongchang Gold: Marcel Hirscher aus Österreich. Foto: Hans Klaus TechtHolte in Riesenslalom in Pyeongchang Gold: Marcel Hirscher aus Österreich. Foto: Hans Klaus Techt

Pyeongchang. Marcel Hirscher dominiert die Konkurrenz im Riesenslalom nach Belieben. Nach Gold in der Alpinen Kombination feiert der Österreicher seinen zweiten Olympia-Triumph. Die deutschen Starter haben mit der Entscheidung nichts zu tun.

Der österreichische Alpin-Dominator Marcel Hirscher hat seinen zweiten Olympiasieg bei den Winterspielen von Pyeongchang gefeiert.

Im Riesenslalom setzte sich der 28-Jährige am Sonntag in überlegener Manier durch und gewann wie schon in der Alpinen Kombination fünf Tage zuvor Gold. Der sechsmalige Gesamtweltcupsieger distanzierte den Norweger Henrik Kristoffersen um 1,27 Sekunden, Bronze sicherte sich Alexis Pinturault aus Frankreich.

Die deutschen Skirennfahrer hatten mit der Entscheidung nichts zu tun, Linus Straßer wurde 22., Fritz Dopfer kam auf Rang 26. Alexander Schmid schied im ersten Lauf aus. Es war das schlechteste olympische Riesenslalom-Ergebnis der deutschen Herren seit 2006, der Ausfall der verletzten Weltklassefahrer Felix Neureuther und Stefan Luitz ist in dieser Disziplin nicht zu kompensieren. Die deutschen Alpinen sind in Pyeongchang damit weiterhin noch ohne Medaillen.

Mit seinem überlegenen Sieg bewies Hirscher erneut seine Ausnahmestellung. Inklusive der vergangenen Weltmeisterschaft hat der Ski-Superstar nun neun der vergangenen zehn Riesenslaloms gewonnen. Nach Hermann Maier, Benjamin Raich und Toni Sailer ist Hirscher der vierte österreichische Skirennfahrer, der zweimal Gold bei denselben Winterspielen holte. Sollte Hirscher auch im Slalom am Donnerstag triumphieren, würde er sogar den Rekord von Sailer einstellen.

Ohne die zwei am Kreuzband verletzten Technik-Stars Neureuther und Luitz ist das deutsche Team hingegen weit von den vorderen Plätzen entfernt. Dass Dopfer Probleme bekommen würde, war abzusehen, weil ihn nach wie vor die Folgen eines Unterschenkelbruchs im Herbst 2016 beschäftigen. Von seiner früheren Podestform ist er weit entfernt. „Bei solchen Bedingungen ist Top 15 das höchste der Gefühle“, räumte er schon nach dem ersten Lauf ein, bei dem er 19. geworden war. Nachdem er sich von Platz 30 im ersten Durchgang noch ein wenig nach vorne schob, zeigte sich der 25 Jahre alte Straßer etwas versöhnt.

Ein verpatztes Olympia-Debüt erlebte Alexander Schmid, der im ersten Lauf mit zehntbester Zwischenzeit die Ski verkantete und ausschied. „Das kann ich noch nicht erklären, ich bin ein bisschen sprachlos“, sagte der 23 Jahre alte Allgäuer. „Ich bin an die Sache mit Spaß und Freude rangegangen und wollte einfach mein Bestes geben. Bis zu dem Fehler bin ich mit der Fahrt relativ zufrieden.“