Fußball-Talks unter der Lupe Thon: Stöger in Dortmund ein Mann für die Zukunft

Von Jacob Alschner

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Olaf Thon ist sich sicher: Peter Stöger ist der richtige Mann für den BVB. Foto: dpaOlaf Thon ist sich sicher: Peter Stöger ist der richtige Mann für den BVB. Foto: dpa

Osnabrück. In guten Zeiten sind sie immer da, treiben ihre Mannschaft im Stadion nach vorne und sind Stimmungsmacher. Doch wenn es mal nicht so gut läuft, reißt auch bei Fans irgendwann der Geduldsfaden. Die Rolle des „12. Mannes“ und die Auswirkungen von Trainerwechseln auf eine Mannschaft waren am Freitagabend Themen im kicker.tv Talk auf Eurosport.

Moderator Marco Hagemann empfing dazu den ehemaligen Nationalspieler Olaf Thon, Trainerlegende Peter Neururer (u.a. VfL Bochum), dessen Kollegen Norbert Meier (u.a. Fortuna Düsseldorf, SV Darmstadt 98) und Kicker-Redakteur Georg Holzner.

Fans in wichtiger Rolle

Noch letzte Woche hatte der FSV Mainz 05, aktuell auf Platz 16 der Bundesliga, mit 2:4 zuhause gegen Hoffenheim verloren und sich spöttische Gesänge von den eigenen Fans gefallen lassen müssen. „Oh, wie ist das schön“ und andere Lieder halten da voller Hohn von den Rängen. Eine Woche später nun gaben die Pfälzer die richtige Antwort, gewannen 2:0 in Berlin und auch die Mainzer Fans sorgten wieder lautstark für positive Stimmung. Olaf Thon zog symbolisch den Hut und nannte die sportliche Leistung der Mainzer „klasse“. Für Norbert Meier war die wiederhergestellte Harmonie zwischen Mannschaft und Fans nur folgerichtig: „Das Verhältnis zwischen Mannschaft und Zuschauern kann man nur durch Siege stärken.“

Peter Neururer wurde mit Blick auf die Geschehnisse vergangener Woche noch einmal deutlich und verurteilte das Verhalten der Mainzer Fans scharf. „Diese Mannschaft mit Hohn und Spott zu überschütten ist respektlos; auch dem Verein gegenüber“, polterte der Ex-Bochumer. „Wenn du keine Punkte holst, kannst du tun und machen was du willst. Du brauchst den Fan, der gute Stimmung verbreitet und keine Angst.“

Trainerwechsel nicht immer hilfreich

Ein Wechsel des Trainers, wie ihn außer dem FSV alle Mannschaften im Tabellenkeller der Bundesliga schon hinter sich gebracht haben, sei aber - wenn überhaupt - selten von lang anhaltender Wirkung. „Natürlich ist das erste Spiel meistens erfolgreich. Der Gegner weiß dann selten, worauf er sich einstellen muss und alle Spieler wollen sich in der Anfangszeit beweisen. Aber ob ein Trainerwechsel langfristig hilft, ist von Fall zu Fall verschieden“, fand Norbert Meier. Olaf Thon erinnerte jedoch an einen nicht allzu lang zurückliegenden Fall eines geglückten Trainerwechsels: „Ein ganz besonderes Beispiel ist Peter Stöger. Dortmund hat sich nicht blenden lassen von seinem letzten halben Jahr in Köln. Sie haben sich an seiner Zeit vorher orientiert. Jetzt hat er ihnen erst Stabilität gegeben und mittlerweile haben sie sich weiterentwickelt und eine wirkliche Achse aufgebaut. Ich bin überzeugt, dass Stöger in Dortmund auch der richtige Mann für die Zukunft ist.“ Lobende Worte für den BVB vom ehemaligen Schalker Spieler.

Hier geht es zum letzten Fußball-Talk unter der Lupe: Spielmodus, Konkurrenz und 50+1


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