Kim-Jong-un-Double aus Stadion geworfen Olympia: Doppelgänger sorgt erneut für Aufsehen

Von Luis Rewwer

Voller Stolz zeigt sich das Kim-Jong-un-Double vor den nordkoreanischen Cheerleadern. Foto: AFPVoller Stolz zeigt sich das Kim-Jong-un-Double vor den nordkoreanischen Cheerleadern. Foto: AFP

Pyeongchang . Beim Frauen-Eishockeyspiel zwischen Japan und Korea während der Olympischen Winterspiele in Pyeongchang ist Kim-Jong-un-Double „Howard“ aus dem Stadion abgeführt worden, nachdem der Doppelgänger des nordkoreanischen Regierungsoberhauptes während des Spiels auf der Tribüne tanzte und das Publikum entzürnte.

„Ich wollte die Situation mit Nordkorea mit Humor darstellen“, sagte Howard – wie er sich selbst nennt –, der nach einem Tänzchen auf der Tribüne von Sicherheitskräften aus dem Stadion geführt wurde. Die Tanzeinlage vor einer Gruppe nordkoreanischer Cheerleader hatte für Aufsehen und Unmut gesorgt. „Sie haben überrascht und geschockt gewirkt. Manche haben gelacht, aber der Großteil war einfach nur schockiert“, berichtet das Double. Nachdem die Ordner Howard gewaltsam aus dem Stadion führten, wurde das Double des nordkoreanischen Machthabers etwa 30 Minuten von der Polizei durchsucht. Howard schildert: „Sie haben mich aus der Halle gezogen, gegen die Schienbeine getreten und lautstark auf Koreanisch geschrien.“

Doch das war nicht der einzige Vorfall: Schon bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Winterspiele zog Howard alle Blicke auf sich. Zusammen mit einem Doppelgänger des US-Präsidenten Donald Trump marschierte er durch die Arena – bis die beiden auch dort das Stadion verlassen mussten.

Nun erklärt Howard seine Auftritte: „Ich habe mir gedacht, dass ich mit meiner Verkleidung den Spielen etwas Würze verleihen kann. Aber vor allem ist Südkorea eine Demokratie und hat eine freie Meinungsäußerung.“ Er kämpfe für den Frieden und wolle dafür einstehen, sagt er.