Finanzielle Gründe DFB bestraft Rot-Weiß Erfurt mit Punktabzug

Von Sportredaktion

Der DFB zieht Rot-Weiß Erfurt einen Punkt in der laufenden Saison ab. Foto: dpa.Der DFB zieht Rot-Weiß Erfurt einen Punkt in der laufenden Saison ab. Foto: dpa.

Osnabrück. Der DFB belegt den Fußball-Drittligisten Rot-Weiß Erfurt „wegen Verstoßes gegen die Zulassungsauflagen" mit einem Punktabzug in der laufenden Saison. Damit verschlechtert sich die sportliche Situation für den Tabellenletzten in der 3. Liga weiter. Der Verein will das Urteil nicht akzeptieren.

Am vergangenen Wochenende gelang Rot-Weiß Erfurt mit dem 1:0-Erfolg beim Tabellenführer SC Paderborn ein kleines Lebenszeichen im Tabellenkeller. Abseits des Fußballplatzes gab es nun aber einen weiteren Rückschlag für das Schlusslicht der 3. Liga. Der Verein musste zur Nachlizenzierung beim DFB bis Ende Januar einen Nachweis über 1,6 Millionen Euro hinterlegen. Das gelang offenbar nicht vollumfänglich. Wie der DFB am Dienstag mitteilte, habe „die turnusmäßige Überprüfung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“ eine Liquiditätslücke bei Erfurt ergeben.

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Daher sprach der DFB gegen den Verein „wegen Verstoßes gegen die Zulassungsauflagen in der 3. Liga“ einen Abzug von einem Punkt aus. Dazu ist der Verband berechtigt, wenn eine Liquiditätslücke nur zu 51 bis 90 Prozent geschlossen werden kann.

Die Verantwortlichen in Erfurt kündigten an, das Urteil nicht zu akzeptieren. „Natürlich sind wir enttäuscht, dass man in Frankfurt unsere Argumentation nicht nachvollzieht“, erklärt Präsident Frank Nowag. In dem Vereinsstatement hieß es vom Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Tallai weiter: „Eine knappe Entscheidung, offensichtlich haben Kleinigkeiten den Ausschlag gegeben, wobei auch ein Punkt Abzug für uns in der jetzigen Situation eine schmerzliche Strafe wäre.“ Erfurt muss innerhalb einer Woche Einspruch gegen das Urteil beim DFB einlegen.

In der Tabelle würde sich mit dem Punktabzug für die Thüringer der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz auf acht Zähler erhöhen.