Küche wird zur Werkstatt So wohnen die Olympia-Athleten in Pyeongchang

Von Kristina Müller

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Weil die Küchen in den Wohnungen der Athleten mit Folie abgeklebt sind, werden sie als Werkstatt genutzt. Skeleton-Athletin Anna Fernstaedt bereitet dort ihren Schlitten vor. Foto: dpaWeil die Küchen in den Wohnungen der Athleten mit Folie abgeklebt sind, werden sie als Werkstatt genutzt. Skeleton-Athletin Anna Fernstaedt bereitet dort ihren Schlitten vor. Foto: dpa

krim/dpa Pyeongchang. Alles andere als luxuriös: Die deutschen Athleten haben ihre Apartments im Olympischen Dorf in Pyeongchang bezogen – und die sind nur spartanisch eingerichtet. Selbst die Küchen dürfen nicht benutzt werden.

Das Apartment im deutschen Hochhaus des olympischen Dorfes in den Bergen ist nicht gerade ein Hort der Gemütlichkeit: Die Küchenzeile ist mit Folie abgeklebt, die Benutzung strengstens verboten. Grund: Die 600 Wohnungen in den acht 15-stöckigen Gebäuden des „Pyeongchang Village“ sind schon verkauft. Also muss alles hinterher wie neu aussehen, die Wohnungen sollen ihren Eigentümern im Topzustand übergeben werden.

Küche als Werkstatt

Wenn die Athleten in den Küchen schon nicht kochen dürfen, so haben sie diese zumindest als Werkstatt umfunktioniert: Decke ausgebreitet – und schon können auf den Arbeitsflächen der Küche Rennschlittenkufen geschliffen werden. Gegessen wird sowieso in der Mensa des „Dorfes“, und das Essen dort scheint den Sportlern auch zu schmecken. Doch statt sich an der koreanischen Nationalspeise „Kimchi“ zu versuchen, bleiben sie lieber bei Sushi.

Schränke könnten größer sein

Auch die Leisten, Türrahmen, Ecken und Kanten in den Apartments sind geschützt. Einfach alles wirkt provisorisch. Die deutschen Athleten klagen dennoch nicht. Außer, dass die Betten etwas weicher und die Schränke etwas größer sein könnten. Zumindest Kühlschränke und Fernseher stehen in den deutschen Unterkünften – dank des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOS).

Foto: dpa


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