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Gelb-Rot für Papadopoulos HSV fällt nach 1:1 gegen Hannover 96 weiter zurück

Von dpa

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HSV-Spieler Papadopoulos sieht von Schiedsrichter Sascha Stegemann die Gelb-Rote Karte. Foto: Daniel ReinhardtHSV-Spieler Papadopoulos sieht von Schiedsrichter Sascha Stegemann die Gelb-Rote Karte. Foto: Daniel Reinhardt

Hamburg. Der HSV fällt in der Fußball-Bundesliga immer weiter zurück. Auch im Heimspiel gegen Hannover gelang kein Heimsieg. Nur ein mageres Pünktchen sprang beim 1:1 heraus. Trainer Hollerbach verkündet Kampfgeist bis zum Schluss.

Die Zuschauer im Hamburger Volksparkstadion wollten nach dem mageren Unentschieden des Hamburger SV gegen den Nordrivalen Hannover 96 wenigstens einen Rest an Optimismus ausstrahlen.

„Auswärtssieg, Auswärtssieg“, riefen die Fans auf der Nordtribüne am Sonntagabend nach dem 1:1 (0:1). Gemeint ist die Bundesliga-Partie am kommenden Samstag, in der der stark abstiegsbedrohte hanseatische Fußball-Bundesligist die so dringend benötigten drei Punkte einfahren soll. Antreten mus der HSV dann bei Borussia Dortmund. Ein Sieg beim Tabellenvierten ist sicherlich möglich, aber in der derzeitigen Verfassung des Vorletzten eher unwahrscheinlich. Zumal Innenverteidiger Kyriakos Papadopoulos nach Gelb-Rot fehlen wird.

Eine bittere Erkenntnis des kalten Januarabends in dem mit rund 46 016 Zuschauern erneut nicht ausverkauften Volksparkstadion: Das Bundesliga-Gründungsmitglied HSV rutscht immer näher an den ersten Abstieg seiner Geschichte heran. Selbst der Abstand zum Relegationsplatz ist nach dem 21. Spieltag um weitere zwei Punkte auf drei Zähler angewachsen. „Wir werden uns bis zum Schluss wehren und wir werden es auch packen“, sagte Trainer Bernd Hollerbach.

Dessen Heimdebüt wäre beinahe komplett daneben gegangen. Nachdem der Norweger Iver Fossum (37. Minute) die Hannoveraner in Führung gebracht hatte, gelang dem nunmehr vierfachen Saisontorschützen Filip Kostic vier Minuten vor Schluss der umjubelte Ausgleich. „Die Mannschaft hat Moral gezeigt“, meinte Hollerbach erfreut. Schon bei RB Leipzig in der Vorwoche (1:1) hatte sein Team einen Rückstand aufgeholt. „Wir haben gezeigt, dass wir uns reinbeißen. Das stimmt mich positiv.“

HSV-Torhüter Christian Mathenia gestand: „Wir hatten einen anderen Plan und wollten die drei Punkte hier behalten. Wir stecken im Abstiegskampf, da ist das Selbstvertrauen nicht bei 100 Prozent.“ Sportchef Jens Todt wusste nicht so recht, wie er das Ergebnis zu bewerten hatte: „Ein Punkt ist in unserer Situation eigentlich zu wenig, aber besser als kein Punkt. Der kann noch sehr wertvoll werden.“

Auch die Hannoveraner schwankten in ihrer Gefühlswelt. Hollerbachs Trainer-Kollege und Kumpel André Breitenreiter machte zunächst seinem Ärger Luft. „Wir haben heute zwei Punkte liegen gelassen. Wir haben dem HSV überhaupt keine Möglichkeit gegeben. Es ist ärgerlich, dass wir nur einen Punkt mitgenommen haben“, sagte der Coach des Aufsteigers. Dann aber meinte er zufrieden: „Aber wir haben den HSV auf Distanz gehalten.“


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