Fußball-Talks unter der Lupe – Doppelpass auf Sport1 Bruno Hübner: Niko Kovac bleibt Trainer von Eintracht Frankfurt

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Eintracht Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner schloss im Doppelpass auf Sport1 aus, dass Niko Kovac 2018 neuer Trainer beim FC Bayern München wird. Foto: imago/Jan HuebnerEintracht Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner schloss im Doppelpass auf Sport1 aus, dass Niko Kovac 2018 neuer Trainer beim FC Bayern München wird. Foto: imago/Jan Huebner

Osnabrück. Enteilt die internationale Konkurrenz der Bundesliga? Darüber wurde an diesem Sonntag im Doppelpass auf Sport1 diskutiert. Im Mittelpunkt stand auch Überrschungsteam Eintracht Frankfurt, dessen Sportdirektor Bruno Hübner ausschloss, dass Niko Kovac 2018 neuer Trainer beim FC Bayern München wird.

Mit Bayer 04 Leverkusens Manager Jonas Boldt, Eintracht Frankfurts Sportdirektor Bruno Hübner und Hans Meyer, Präsidiumsmitglied von Borussia Mönchengladbach, diskutierte Moderator Thomas Helmer an diesem Sonntag, 4. Februar 2018, über die Bundesliga und ihr Niveau im internationalen Verglech. Jan Christian Müller (Frankfurter Rundschau), Holger Schmidt (dpa), Martin Quast (Sport1) und Thomas Strunz (Doppelpass-Experte) komplettierten die Expertenrunde.

Eintracht Frankfurts Bruno Hübner: „Niko Kovac ist unbezahlbar“

Kurz vor dem Bundesligaspiel von Eintracht Frankfurt beim FC Augsburg gab sich an diesem Sonntag Sportdirektor Bruno Hübner im Sport1-Doppelpass die Ehre. Mit einem Sieg in Augsburg könnten die Frankfurter auf Platz zwei der Bundesliga-Tabelle klettern und sich damit an die Spitze des engen Kampfes um die internationalen Wettbewerbe setzen. Vor zwei Jahren, als die Eintracht erst in der Relegation den Klassenerhalt sichern konnte, hätte diese Entwicklung wohl niemand erwartet. (Lesen Sie hier: Eintracht Frankfurt ist beim FC Augsburg gefragt.)

Hübner sieht aber durchaus Gründe für den jüngsten Aufschwung. „Wir haben vor zwei Jahren alles analysiert und Maßnahmen ergriffen. Der ganze Verein ist in Bewegung und alle sind bereit, den neuen Weg mitzugehen. Zudem ist es uns in dieser Saison zum ersten Mal gelungen, wichtige Spieler zu halten und neue dazu zu holen. Jetzt ist es einfach so, dass wir uns akribisch Schritt für Schritt hocharbeiten können.“ Und nicht zuletzt ist der aktuelle Erfolg unbestritten auch mit Trainer Niko Kovac verbunden, wie die gesamte Runde findet.

Die gute Arbeit des Coaches ist auch dem FC Bayern München nicht entgangen, der bekanntlich für die neue Saison nach einem neuen, deutschsprachigen Trainer sucht. „Niko ist von seiner Art und natürlichen Autorität her sicherlich ein Kandidat für den FC Bayern“, meint Strunz. Doch einem Wechsel von Kovac im kommenden Sommer zu den Bayern schob Hübner entschiedenen einen Riegel vor: „Niko bringt vieles mit, um ein ganz großer Trainer zu werden. Aber er weiß, was er an der Eintracht hat. Von daher bin ich da sehr entspannt. Er wird seinen Vertrag bis 2019 auf jeden Fall erfüllen und es ist unser Ziel, diesen auch zu verlängern. Für uns ist Niko Kovac unbezahlbar, es gibt keine Schmerzgrenze.“ Das war eine deutliche Absage an einen möglichen Wechsel im kommenden Sommer zum FC Bayern.  (Präsident Peter Fischer im ZDF-Sportstudio: „AfD-Gedankengut hat bei Eintracht Frankfurt keinen Platz.“)

Doppelpass: Wie gut ist die Bundesliga im internationalen Vergleich?

Etwas anders als bei Eintracht Frankfurt sieht es derzeit bei Borussia Mönchengladbach aus, wenngleich Präsidiumsmitglied und Doppelpass-Ikone Hans Meyer von keiner Krise sprechen wollte. „Wir sind mit unserer Platzierung und der Punkteausbeute zufrieden. Ich halte die Art und Weise, wie das in der Öffentlichkeit dargestellt wird, für falsch“, sagte der gewohnt scharfzüngige Meyer, der einige Angriffe von Journalist Müller abwehren musste.

Aus der Diskussion um Mönchengladbach und dem großen Vorsprung des FC Bayern auf die Bundesliga-Konkurrenz entfachte im Doppelpass eine generelle Diskussion über die Stärke von Deutschlands höchster Spielklasse. „Die Bundesliga ist auf einem schwachen Niveau ausgeglichen. Wir reden uns das ein bisschen schön und sollten nicht naiv in die Zukunft gucken“, meinte Strunz. Innerhalb der Bundesliga seien die Bayern uneinholbar enteilt und im internationalen Vergleich sei man nur noch eine Ausbildungsliga, so war sich die Expertenrunde größtenteils einig. (Lesen Sie hier: Das waren die Top-Themen in den Fußball-Talks vor einer Woche.)

Die Bundesliga-Funktionäre Boldt und Hübner bewerteten die Situation hingegen nicht so schlecht. „Ausbildungsliga klingt mir zu negativ. Ich finde, dass das auch eine Stärke ist, was man auch am Erfolg der Nationalmannschaft sieht. Der Weg, einen Star zu holen, ist sehr schwierig. Deswegen stecken wir viel Arbeit in die Ausbildung“, erklärte Boldt, der mit seinen Leverkusenern derzeit eine der stärksten Bundesliga-Mannschaft stellt. Frankfurts Hübner stritt ebenfalls ab, dass die Bundesliga die Augen vor den Problemen verschließen würde: „Die Bundesliga lehnt sich nicht zurück und ist nicht zufrieden damit, dass die Bayern immer deutscher Meister werden. Die Liga muss sich den Probleme stellen und tut das auch.“


Doppelpass.

Jeden Sonntag ab 11 Uhr auf Sport1. Moderator: Thomas Helmer. Zu sehen auch im Internet via Stream und bei Facebook, im Nachgang in Auszügen in der Mediathek auf sport1.de.

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