Verein bald schuldenfrei Perfekt: Elf Unternehmen retten Arminia Bielefeld

Von Martin Krause

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Arminia Bielefeld Geschäftsführer Markus Rejek. Foto: Wolfgang RudolfArminia Bielefeld Geschäftsführer Markus Rejek. Foto: Wolfgang Rudolf

Bielefeld. Fußball-Zweitligist Arminia Bielefeld wird mit der Unterstützung privater Unternehmen finanziell gestärkt und neu aufgestellt. Bei der eingeleiteten Sanierung handelt es sich um eine Rettung aus größter Not: Ende 2017 habe der Verein vor der Zahlungsunfähigkeit gestanden, sagte Arminias Finanzgeschäftsführer Markus Rejek. Beinahe wäre es „um den Verein geschehen gewesen“, bestätigte Vereinspräsident Hans-Jürgen Laufer.

Durch das Sanierungskonzept werde „der Totalverlust für alle Gläubiger abgewendet“. Ein Bestandteil des Konzepts ist der Verkauf des mit hohen Hypotheken belasteten Stadions (Schüco-Arena). Der Sanierungsplan sieht vor, dass die Gläubiger sich den Erlös teilen – darüber hinausgehende Schulden bei Banken, Firmen und der Stadt Bielefeld sollen durch einen Forderungsverzicht bereinigt werden. So soll die Schuldenlast um 21 Millionen Euro auf weniger als vier Millionen Euro sinken.

Lizenzierung ist durch

Der Liga-Verband DFL hat inzwischen im Nachlizenzierungsverfahren grünes Licht gegeben, es gibt keinen Punktabzug. Die Nachlizenzierung war schwierig, weil im Herbst 2017 eine Liquiditätslücke in Höhe von 4,6 Millionen Euro entdeckt worden war. Eine zu optimistische Einnahmenplanung und Fehleinschätzungen bei den Aufwendungen seien dafür mitverantwortlich gewesen, so Rejek. Zudem sei ein Teil des für den Spielbetrieb nötigen Geldes eingesetzt worden, um die Finanzlöcher der Vorsaison zu stopfen.

Unternehmen erhalten Anteile

Die Stärkung der DSC Arminia Bielefeld KGaA mit vier Millionen Euro frischem Kapital ist der zweite große Effekt, den das „Bündnis Ostwestfalen“ in einem Befreiungsschlag für das Aushängeschild der Region erzielt. Elf Unternehmen (Oetker, Böllhoff, JAB Anstoetz, Gauselmann, Möller-Group, Schüco, Goldbeck, Krombacher, DMG MORI, Stockmeier und der Arminia-Vermarkter Lagardère Sports) erhalten im Gegenzug Anteile an der Arminia KGaA – die Mehrheit soll der Verein halten. Das Bündnis übernehme die Rolle des „Hauses Weber“: Gerhard Weber, der Arminia immer geholfen habe, wolle sein Engagement beenden, so Laufer.


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