Auch Kritik an Borussia Dortmund BVB-Fans wollen Montagsspiel gegen FC Augsburg boykottieren

Von Sportredaktion

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Bleibt die Südtribüne von Borussia Dortmund beim Montagsspiel am 26. Februar gegen den FC Augsburg leer? Ultras und Fans vom BVB wollen das Heimspiel boykottieren. Foto: dpaBleibt die Südtribüne von Borussia Dortmund beim Montagsspiel am 26. Februar gegen den FC Augsburg leer? Ultras und Fans vom BVB wollen das Heimspiel boykottieren. Foto: dpa

Osnabrück. Ultragruppen und Fans von Borussia Dortmund haben angekündigt, das Montagsspiel gegen den FC Augsburg am 26. Februar boykottieren und die Karten verfallen lassen zu wollen. Auch den eigenen Klub kritisieren sie scharf.

Auf der Website des „Bündnisses Südtribune“, in dem die Ultragruppen des BVB und zahlreiche Fanklubs organisiert sind, schreiben die Fans: „Nun ist für uns der Punkt erreicht, an dem die Grenze des Hinnehmbaren endgültig überschritten ist und wir die irrwitzige Entwicklung der Anstoßzeiten nicht mehr mitmachen“

Kritik am BVB

In der Einführung von Bundesliga-Montagsspielen sieht das Fanbündnis einen „weiteren großen Schritt hin zum Ausverkauf des Fußballs“ – und kritisiert dabei auch den eigenen Klub: „Vor allem die Vereine haben auf Spiele am Montag gedrängt, ohne dabei Rücksicht auf die Interessen ihrer Fans zu nehmen. Auch der BVB stellt hier leider keine Ausnahme dar.“

Vor allem die Augsburger Fans haben eine lange Anreise – fast 600 Kilometer müssten sie an einem Arbeitstag nach Dortmund zurücklegen.

Wollen Karten verfallen lassen

Das BVB-Fanbündnis umfasst inzwischen 2261 Mitglieder. Die meisten sind seit vielen Jahren bei jedem Heimspiel im Signal-Iduna-Park dabei, wie es auf der Homepage heißt. Das soll sich nun für ein Spiel ändern: „Schweren Herzens, aber aus Überzeugung, haben wir uns dazu entschlossen, unsere Karten an diesem Tag verfallen zu lassen“, schreiben sie. „Wenn Begegnungen an Terminen stattfinden, an denen eigentlich niemand Zeit hat, ins Stadion zu gehen, offenbart das eine haarsträubende Gleichgültigkeit gegenüber dem gesellschaftlichen Stellenwert des Fußballs und den Fans, die den Sport erst zu dem machen, was er ist.“

Montagsspiele ab Saison 2017/18

In der Fußball-Bundesliga wird ab der Saison 2017/18 fünfmal am Montagabend gespielt (Anstoß 20.30 Uhr). Das sorgte bundesweit für Fanproteste. Begründet wurde die Einführung der Montagsspiele so: die Vereine, die in der Europa League donnerstags spielen, haben so mehr Erholungszeit bis zum nächsten Bundesliga-Spiel. Betroffen sind Eintracht Frankfurt und RB Leipzig am 19. Februar, Borussia Dortmund und der FC Augsburg am 26. Februar sowie Werder Bremen und der 1. FC Köln am 12. März


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