E-Sports: Virtuelle Bundesliga Wenn Gamer um den Titel „Deutscher Meister“ spielen

Von Sportredaktion



Köln. Halbzeit bei der Fußball-Bundesliga – aber nicht nur auf dem Platz, sondern auch auf der Spielkonsole. Denn die Virtuelle Bundesliga in EA Sports Fifa 18 ist im November in die sechste Saison gestartet. Das große Finale findet am 31. März statt.

R2 statt Sprint, Kreuz statt Pass, L1 und Kreis statt Lupfer – so oder so ähnlich wird um den Titel „Deutscher Meister“ in der Bundesliga gespielt, allerdings nur virtuell.

Dabei kämpfen die besten Konsolen-Spieler in EA Sports Fifa 18 um den Sieg. Von November 2017 bis Februar 2018 haben die Teilnehmer online die Möglichkeit, sich einen Platz in den Playoffs zu sichern. Jeden Monat qualifizieren sich so jeweils 12 Spieler auf der Playstation 4 und Xbox One. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld der Playoffs durch insgesamt jeweils 16 Clubcards pro Konsole, die von ausgewählten Clubs der Bundesliga und 2. Bundesliga vergeben werden.

Preisgeld von 45000 Euro

Am 10. und 11. März treffen in der Seifenfabrik in Düsseldorf die besten Spieler von PlayStation 4 und Xbox One aufeinander. Das Ziel: Die Qualifikation für das große Finale am 31. März im Deutschen Fußballmuseum in Dortmund. Außerdem dürfen sich der Titelverteidiger Cihan Yasarlar von RB Leipzig sowie mindestens drei Wildcard Gewinner im Finale beweisen. Dort geht es neben der offiziellen Trophäe unter anderem um einen erhöhten Preispool von insgesamt 45000 Euro.

In den ersten beiden Qualifikationsmonaten haben insgesamt mehr als 110000 Spieler teilgenommen, es wurden 470000 Partien gespielt und dabei fast eine Million Tore erzielt. Unter den Teilnehmern tummeln sich bereits bekannte Spieler wie der aktuelle ESL-Champion Tim Katnawatos, Benjamin Zidej und Daniel Wimmer auf der PlayStation 4 sowie der Profi-Spieler des 1. FC Nürnberg Kai Hense, der ehemalige VBL-Meister Niklas Raseck und Pedro Beckert auf der Xbox One.

Immer mehr E-Sports-Teams von traditionellen Vereinen

Hier wird auch deutlich: Immer mehr traditionelle Fußballvereine und Sportorganisationen steigen in den Gaming-Markt ein. Darunter der Schalke 04, VfL Wolfburg oder VfB Stuttgart, sowie internationale Topclubs wie Paris Saint-Germain, Manchester City und FC Valencia. Und seit dem Verkaufsstart von Fifa 18 Ende September findet sich ein weiterer Bekannter unter den E-Sport-Teams: der SV Meppen. Wie passend, wo nun die Drittliga-Vereine – und damit auch der SV Meppen – in der neuesten Version des Spielkonsolen-Kassenschlagers dabei sind.

(Weiterlesen: E-Sports-Experte:„Der Durchbruch ist nicht mehr weit“)


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