Sprinter denkt über Zweitkarriere nach Ist BVB-Gastspiel von Usain Bolt nur ein PR-Gag?

Ex-Sprinter Usain Bolt liebäugelt nach eigenen Aussagen mit dem Profifußball und einem Testspiel bei Borussia Dortmund. Foto: imago/AflosportEx-Sprinter Usain Bolt liebäugelt nach eigenen Aussagen mit dem Profifußball und einem Testspiel bei Borussia Dortmund. Foto: imago/Aflosport

Dortmund. Sprint-Legende Usain Bolt hat den Traum von einer Laufbahn als Profifußballer trotz seines fortgeschrittenen Alters noch nicht aufgegeben. Der 31-Jährige hält an seinen Plänen für ein Fußball-Gastspiel bei Borussia Dortmund fest. Meint der Sportler es wirklich ernst?

Nach eigenen Angaben plant Bolt, im März bei den Dortmundern vorzuspielen. Angedacht sei ein einwöchiger Test beim Bundesligisten. „Wenn Dortmund sagt, dass ich gut genug bin, bleibe ich dran und trainiere hart“, zitiert der Kicker den Jamaikaner in einem Interview mit der britischen Tageszeitung „Sunday Express“.

Fußballprofi über 30

Usain Bolt würde bei Null anfangen, bringt aber durch seine Sprinter-Laufbahn eine hohe körperliche Leistungsfähigkeit mit. Auch jenseits der 30 sind noch Profifußballer aktiv. Arjen Robben ist 33 Jahre alt. Franck Ribéry ist bereits 34 Jahre alt. Der derzeit älteste eingesetzte Profispieler Claudio Pizarro wird 2017 40 Jahre alt. Doch alle haben lange Profikarrieren im Fußball hinter sich.

(Weiterlesen: Usain Bolt: Erst Fußball beim BVB, dann IAAF-Botschafter)

Seine bei der WM 2017 im Staffel-Finale erlittene Verletzung im linken Oberschenkel mache ihm keine Probleme mehr, sagte Bolt. „Ich bin wieder vollständig fit.“ Doch der Gedanke an das Probetraining mache ihn „nervös“. Der Ex-Sprinter sagte: „Eigentlich werde ich nicht nervös. Aber diesmal ist es etwas anderes, es ist Fußball.“

Alles nur PR?

Jedoch deutet ein Sponsorenvertrag darauf hin, dass es sich bei dem geplanten BVB-Training auch nur um einen PR-Gag handeln könnte. Bolt wird ebenso wie der Dortmunder Verein vom Sportartikelhersteller Puma gesponsert. Zwischen den Parteien besteht schon seit längerer Zeit Kontakt, wie BVB-Boss Hans-Joachim Watzke bereits im November 2016 gegenüber dem kicker bestätigte.

Und eigentlich ist Bolts Traum auch nicht, für den BVB zu spielen, sondern für eine englische Mannschaft. „Einer meiner größten Träume ist es, bei Manchester United zu unterschreiben“, sagte der achtmalige Olympiasieger im Interview.


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