Frahn legt Lotte lahm – Schwachpunkt Sturm SFL-Keeper Fernandez: Wir waren nicht wach

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Verbissener Zweikampf: Lottes Abwehrspieler Michael Schulze ist eher am Ball als der ChemnitzerTorjäger Daniel Frahn. Foto: Manfred MrugallaVerbissener Zweikampf: Lottes Abwehrspieler Michael Schulze ist eher am Ball als der ChemnitzerTorjäger Daniel Frahn. Foto: Manfred Mrugalla

Chemnitz Beim Drei-Tore-Festival des Chemnitzers Daniel Frahn hatte die Lotter Abwehr nicht ihren besten Tag. Aber das war nicht alles beim 1:3. Was ist mit dem Lotter Sturm?

„Wir waren nicht wach.“ Das Fazit von Benedikt Fernandez, Torwart des Drittligisten, sprach Bände. Drei Minuten nach der Pause genügten dem Chemnitzer FC, um die Sportfreunde Lotte zu demütigen. Nach einem Freistoß von Dennis Grote köpfte Frahn den Ball zum 2:1 ins Tor (51.). Zwei Minuten später verwandelte der Torjäger einen Foulelfmeter zum 3:1. Alexander Langlitz sollte Florian Hansch gefoult haben. „Nie und nimmer. Es war kein Kontakt da. Eine Fehlentscheidung“, war der Lotter richtig sauer.

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Langlitz war so etwas wie der Mann des Spiels auf Lotter Seite. Mit seinem aus der eigenen Hälfte gestarteten Sololauf hatte er in der 33. Minute Frahns Führung (26.) egalisiert. Der Linksverteidiger lief und lief, und als ihn keiner angriff, zog er aus 18 Metern trocken ab. Zu diesem Zeitpunkt ein gerechter Ausgleich. „Ich habe mich gefreut, dass ich wieder dabei war, hätte aber lieber gewonnen“, meinte Langlitz, der in den letzten sechs Spielen nur eine Minute zum Einsatz gekommen war. In Sachsen profitierte der 26-Jährige vom verletzungsbedingten Ausfall von Nico Neidhart und übernahm dessen Position auf der linken Seite.

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Langlitz gehörte zu den Besseren im Lotter Team, das in der ersten Halbzeit engagierten Fußball zeigte. Nach den beiden schnellen Frahn-Toren zu Beginn der zweiten Hälfte schwand das Selbstvertrauen. „Die drei, vier Minuten nach einem Tor erhöhen die Anfälligkeit für einen weiteren Treffer. Da haben wir nicht aufgepasst“, meinte Fernandez, der in dieser Partie gefühlt so viele Aktionen hatte wie bei seinen achten Einsätzen zuvor zusammen. Der Lotter Keeper verhinderte mit einigen guten Paraden in der zweiten Hälfte einen höheren Rückstand. „Die effektivere Mannschaft hat gewonnen“, erkannte Lottes Trainer Marc Fascher an. „Der Elfmeter gehört für mich in die Witzabteilung. Nach dem 1:3 war es schwer, in dieses Spiel zurückzukommen“, ergänzte der Coach.

Chemnitz hatte Frahn, Lotte in der Offensive gar nichts. Was ist mit Kevin Freiberger? In der Vorsaison war er einer der Auffälligsten. Nun läuft er seiner Form hinterher. Auch von Max Wegner und Hamadi Al Ghaddoui war in Chemnitz wenig zu sehen. Auch der nach einer Stunde für den verletzten Marcus Piossek eingewechselte Luka Tankulic war ein Ausfall. Im Angriff liegen eindeutig die Lotter Schwachpunkte.

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Chemnitzer FC - Sportfreunde Lotte 3:1 (1:1)

Chemnitz: Kunz (Note 3) – Leutenecker (3,5), Endres (2,5), von Piechowski (3), Mlynikowski (3) – Grote (2), Reinhardt (2,5) – Hansch (3/88. Scheffel), Kluft (3/75. Baumgart) – Slavov (2,5), Frahn (1,5/84. Breitfelder).

Lotte: Fernandez (Note 3) – M. Schulze (3,5), Wendel (3,5), Straith (3,5), Langlitz (2,5) – Dej (3/84. Putze), Heyer (3,5) – Piossek (4/60. Tankulic 5), Freiberger (4,5) – Wegner (4,5), Al Ghaddioui (5/46. Oesterhelweg 4).

Auf der Lotter Bank: Zummack (TW), Hober, Hohnstedt, Acquistapace.

Es fehlten: Neidhart (Mittelfußverletzung), Gorschlüter (Hüftprobleme), Haitz (Gelenklippeneinriss in der Hüfte), Rahn (Trainingsrückstand), Rossmann (Bänderanriss), Pires-Rodrigues (Innenbandriss im Knie), Brock (Magen- Darmgrippe), Rosinger (Trainingsrückstand).

Tore: 1:0 Frahn (26., Rechtsschuss, Reinhardt), 1:1Langlitz (33., Rechtsschuss), 2:1Frahn (50., Kopfball, Grote), 3:1 Frahn (53., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Hansch).

Gelb: –/60. Oesterhelweg (2. Verwarnung), 69. Freiberger (3.), 87. Putze (3.).

Schiedsrichter: Eric Müller (Bremen), pfiff oft und manchmal sehr kleinlich. Beim Foulelfmeter lag er daneben.

Nächste Spiele: Am Samstag, (21. Oktober, 14 Uhr) bei der U23 von Werder Bremen; am Samstag (28. Oktober, 14 Uhr), gegen SG Sonnenhof Großaspach.

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