Klassestimmung im letzten Heimspiel Mainz 05 traurig – viel Applaus für SF Lotte

Von Michael Jonas und Christian Detloff

Die Lotter Spieler bedanken sich nach Spielende bei den Fans für die tolle Unterstützung in der Saison 2016/17. Foto: Manfred MrugallaDie Lotter Spieler bedanken sich nach Spielende bei den Fans für die tolle Unterstützung in der Saison 2016/17. Foto: Manfred Mrugalla

Lotte. Die Emotionen schlugen hoch nach dem 3:3 des Fußball-Drittligisten Sportfreunde Lotte gegen die U23 des FSV Mainz 05. „Danke. Liga 3. Lotte bleibt dabei. Ihr seid überragend“, stand auf dem Spruchband, das die Lotter Spieler nach dem letzten Heimspiel der Saison durch das Stadion trugen.

Die Fans honorierten die Leistung der Sportfreunde für die gesamte Saison mit stehendem Applaus. Auf der anderen Seite die totale Niedergeschlagenheit. Durch das Unentschieden im Frimo-Stadion war der Abstieg der Mainzer besiegelt.

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Dabei sah es bis zur 89. Minute nach der siebten Heimniederlage der Lotter aus. Dann vertändelte FSV-Torwart Lukas Watkowiak einen unnötigen Rückpass von Besar Halimi gegen Kevin Freiberger, und der eingewechselte Patrick Schikowski stand goldrichtig. Er schoss aus 25 Metern ins leere Mainzer Tor. Mit einer Glanzparade im Anschluss verhinderte Benedikt Fernandez den Siegtreffer der starken Gäste.

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Mainz war durch Petar Sliskovic nach zwölf Minuten in Führung gegangen. Doch Jaroslaw Lindner drehte mit zwei Treffern (20./34.) die Partie vor der Pause. Nach dem Wechsel wurde es turbulent. Maximilian Rossmann stieg mit gestrecktem Bein gegen Nico Neidhart ein. Schiedsrichter Benjamin Bläser zeigte dem Mainzer in der 47. Minute die Rote Karte. In Überzahl fanden die Lotter nicht zu ihrem Rhythmus.

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Im Gegenteil: Fünf Minuten nach dem Platzverweis foulte Neidhart Gästespieler Marcel Costly, und Halimi verwandelte den Elfmeter im Nachschuss zum 2:2. Abstimmungsprobleme in der Lotter Deckung nutzte Felix Lohkemper sogar zur 3:2-Führung. Die Sportfreunde kamen in der Folgezeit zu einigen guten Möglichkeiten und schließlich noch zum Ausgleich. Der stürzte Mainz in ein Tal der Tränen. „In der Kabine haben die Spieler geweint. „Wir sind weit von irgendwelchen Vorwürfen entfernt. Was die Jungs heute wieder abgeliefert haben, macht mich unheimlich stolz. Ich liebe diese Mannschaft dafür, was sie Woche für Woche geleistet hat, was sie alles investiert hat und trotz der Rückschläge wieder aufgestanden ist“, lautete das Fazit eines traurigen Mainzer Trainers Sandro Schwarz.

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