Freiberger-Verlängerung per Klausel SF Lotte startet vergleichbar früh Vertragsgespräche


Lotte. Was andere – gemessen an den üblichen Gepflogenheiten in den drei Profi-Ligen – als spät ansehen, kann in anderer Hinsicht auch als früh bezeichnet werden: Eher als vor einem Jahr haben die Sportfreunde Lotte die Gespräche mit den Spielern gestartet, deren Verträge im Sommer enden.

Lottes Obmann Manfred Wilke ist dafür bekannt, vornehmlich auf Ein-Jahres-Verträge zu setzen und frühestens gegen Ende einer Saison mit dem Gros seiner Spieler die Gespräche über eine mögliche Vertragsverlängerung zu intensivieren. Als sich die Sportfreunde vor knapp elf Monaten im Rückspiel der Aufstiegsrunde bei Waldhof Mannheim mit 2:0 durchsetzten und den erstmaligen Lotter in die 3. Liga feierten, hatte nur einer der Fußballer einen Vertrag für die kommende Saison in der Tasche: Linksverteidiger Jeron Al-Hazaimeh, der sich vor der Relegation mit dem Lotter Ligarivalen Preußen Münster geeinigt hatte. Viele Spieler verlängerten ihren Kontrakt mit den Sportfreunden erst nach Beginn der Saisonvorbereitung.

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Einen Monat vor dem Ende dieser Saison haben die Sportfreunde drei Spieler über den Sommer hinaus gebunden: Linksverteidiger Nico Neidhart, den im Winter nachverpflichteten Innenverteidiger Tobias Haitz und Stürmer Kevin Freiberger, dessen Kontrakt sich in der Rückrunde automatisch verlängerte, als er die in einer Klausel verankerte Anzahl an Saisoneinsätzen erreicht hatte. Allerdings gibt es eine weitere Klausel im Vertrag, die dem Angreifer (10 Treffer) einen Wechsel im Sommer ermöglichen kann. Ob diese nur für einen höherklassigen Klub und gegen eine festgeschriebene Ablöse zum Einsatz kommen kann? Darüber schweigt sich Wilke aus. „Ich gehe davon aus, dass Freiberger bei uns bleibt“, sagt der Lotter Fußball-Obmann.

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Laut Wilke ist der Verein in die Gespräche mit den Spielern eingestiegen. „Anderthalb Monate früher als im letzten Jahr. Wir haben ein Signal gegeben“, betont er. Der SFL-Macher geht nicht davon aus, dass es große Veränderungen im Kader geben wird: „Wir wollen nicht alles durcheinander würfeln. Ich gehe davon aus, dass der Kader, der ohnehin relativ klein ist, auch im nächsten Jahr so zusammenspielen wird.“

Und womöglich spielt die Formschwäche vor dem 2:1 zuletzt über Zwickau Wilke in die Karten. Hätte er nach dem Sieg im DFB-Pokal-Achtelfinale über 1860 München mit vielen Spielern verlängert, wie es sich seinerzeit einige im Umfeld gewünscht hatten, wäre ihm dies vermutlich in einigen Fällen teurer zu stehen gekommen als in den kommenden Wochen.

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Auch im Falle von Ismail Atalan, dessen Vertrag ebenfalls ausläuft und an dem zwei Zweitligisten Interesse zeigen, wirkt Wilke nicht pessimistisch: „Der Trainer macht einen Superjob bei uns. Der Verein hat ihm die Möglichkeit gegeben, die Ausbildung zum Fußballlehrer zu machen“, so der Obmann: „Vom Grundsatz gehe ich davon aus, dass er auch in der nächsten Saison bei uns Trainer sein wird.“

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