In fünf Spielen sieglos Vor Spiel bei SF Lotte: MSV Duisburg hat das Siegen verlernt

Beendete den Torfluch: Kingsley Onuegbu, hier zwischen den Aalenern Alexandros Kartalis (links ) und Rico Preissinger. Foto: imago/EibnerBeendete den Torfluch: Kingsley Onuegbu, hier zwischen den Aalenern Alexandros Kartalis (links ) und Rico Preissinger. Foto: imago/Eibner

Lotte. Vor sieben Spieltagen hatte Tabellenführer MSV Duisburg die Sportfreunde Lotte, seinen Gastgeber an diesem Sonntag, von Platz eins der 3. Liga verdrängt. Schon kurios: Ein souveräner Erfolg gelang den seit mittlerweile fünf Spielen sieglosen „Zebras“, die dennoch die Spitze behaupteten, seitdem nicht mehr.

Wenigstens einen Negativtrend beendeten die Meidericher am vergangenen Samstag beim 2:2 (1:0) gegen den VfR Aalen. Stürmer Kingsley Onuegbu beendete nach 402 Drittligaminuten ohne eigenen Erfolg den Torfluch. Sein Treffer zum schmeichelhaften 1:0 (32.) feierten die Fans mit einem ironischen „Oh, wie ist das schön…“-Gesang.

Ansonsten gab es gegen Aalen lange wenig zu lachen für den MSV, dessen Fans den 1:2-Rückstand (71.) mit einem gellenden Pfeifkonzert quittierten, als der VfL Osnabrück für sieben Minuten die virtuelle Tabellenführung übernahm. Zlatko Janjic holte diese mit dem 2:2 zurück an die Wedau. „Ich verstehe nicht, wieso wir erst gegen Ende so gespielt haben, wie ich es sehen möchte“, sagte Trainer Ilia Gruev: „Ich wollte unbedingt gewinnen, aber wir waren zu verkrampft.“

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Ein Spitzenreiter ohne Selbstvertrauen, das ist selten. Gegen Aalen hatte ausgerechnet die bärenstarke Defensive, die nur 10 Gegentore in 16 Spielen kassierte und in vier Partien vor dem Duell mit Aalen keines, gepatzt. Ihr Ruhepol ist mit Innenverteidiger Branimir Bajic ein 37-Jähriger. „Ein echter Mann. Mit seiner Professionalität hilft er nicht nur seinen Mitspielern, sondern auch mir“, sagt Gruev, der sich über die Tore freute: „Nun ist es keine Kopfsache mehr“.

Hier findet sich am Sonntag der Liveticker zum Heimspiel von SF Lotte gegen MSV Duisburg

Die Probleme der Vorwochen hatten auch mit den lange großen Personalsorgen zu tun. Linksverteidiger Kevin Wolze und Stürmer Stanislav Iljutcenko fallen weiter aus. Zuletzt füllte Kieron Cardogan aus der zweiten schwedischen Liga den Trainingskader auf. Eine Verpflichtung ist nicht angedacht. Vor der Rückkehr aufs Spielfeld steht der wichtige Regisseur Fabian Schnellhart nach Rotsperre und Grippe. Auch deshalb sagt Gruev forsch: „Wir fahren nach Lotte, um zu gewinnen.“


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