Beste Werbung beim 6:0 für das Derby Sportfreunde Lotte: „Keine Träumer, sondern Realisten“

Meine Nachrichten

Um das Thema SF Lotte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Lotte. Das war beste Werbung für das bevorstehende Derby beim VfL Osnabrück. Doch die Sportfreunde Lotte bleiben trotz des 6:0 gegen den SC Paderborn und des Erreichen des zweiten Platzes auf dem Teppich.

Nach dem knappen 2:1-Sieg der Sportfreunde im Westfalenpokal beim BSV Schüren hatte Ismail Atalan angemahnt, auch mal drei, vier Tore zu schießen. Das war auf unterklassige Gegner gemünzt. Dass es jetzt gegen den Ex-Bundesligisten SC Paderborn gleich sechs Tore wurden, ist ebenso spektakulär wie sensationell. Fragen zu höheren Zielen wiegelt Trainer Ismail Atalan konsequent ab. „Das ist eine sehr enge Liga. Wenn man mal zwei, drei Spiele verliert, ist man wieder unten drin. Wir sind keine Träumer, sondern Realisten“, meint der 36-jährige Coach, der nicht vergessen hat, wie seine Mannschaft vor Saisonbeginn eingeschätzt wurde.

Alles über die Sportfreunde Lotte und das Derby gegen den VfL Osnabrück finden Sie hier >>

„Die Leute, die uns heute bejubeln, haben uns vor Saisonbeginn abgeschrieben. Ich erinnere mich: In einer Umfrage haben sich 67 Prozent der Befragten auf Lotte als Absteiger festgelegt. Das ärgert mich jetzt ein bisschen.“ Der Trainer geht noch ein bisschen weiter in die Vergangenheit zurück. „Ich bin vor fast genau zwei Jahren in Lotte vorgestellt worden. Wir haben uns gesucht und gefunden – der Verein, die Mannschaft, das Trainerteam. Und wir haben viel gearbeitet und uns kontinuierlich verbessert. Unsere Bemühungen werden nicht nachlassen.“

Lotte in aller Munde

Lotte ist von Nord bis Süd in aller Munde. Ob Sportschau oder Regionalsender, alle fahren auf die Sportfreunde ab, die nicht nur mit dem Einzug ins Viertelfinale des DFB-Pokals für Furore sorgen. Das 6:0 gegen Paderborn war auf der einen Seite ein Resultat der kontinuierlichen Entwicklung der Mannschaft, aber auch ein Hinweis darauf, dass es bei den Ostwestfalen nicht stimmt. „Paderborn war nicht so schlecht, wie es das Ergebnis aussagt. Wir haben zum richtigen Zeitpunkt die Tore gemacht“, nahm Atalan den Gegner in Schutz. Lotte spielte sich in einen Rausch, was auf dem „Acker“ des Frimo-Stadions vor 2081 Zuschauern gar nicht so einfach war. Neben den Doppeltorschützen Kevin Freiberger, Andre Dej und Bernd Rosinger ragte ein Spieler heraus, der den Spaß am Fußball wiedergefunden hat: Kevin Pires-Rodrigues. „Er braucht viele Ballkontakte und will Fußball spielen. Der Unterschied zwischen einem guten Spieler und einem sehr guten liegt in der Konstanz. Die hat Kevin jetzt“, sagt Atalan.

Hit beim VfL Osnabrück

Und die will die gesamte Mannschaft auch am kommenden Samstag (14 Uhr) im Spitzenspiel beim VfL Osnabrück zeigen. „Natürlich freut man sich darauf. Der VfL ist immer noch der große Nachbar und der Favorit. Wir bereiten uns genauso intensiv und akribisch vor wie auf die anderen Spiele. Der Fußball wird ja nicht neu erfunden“, bekommt der Lotter Coach den Hype um dieses Derby (oder Nachbarschaftsduell?) nur am Rande mit.

Auch Kevin Freiberger, der von Lotte zum VfL und wieder zurück zu den Sportfreunden wechselte, sieht dem Duell gelassen entgegen. „Zweiter gegen Vierter, das hört sich gut an. Wir fahren selbstbewusst nach Osnabrück und können auf jeden Fall beim VfL bestehen. Das hat aber nichts mit dem 6:0 gegen Paderborn zu tun. Wir sind heiß.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN