Hoffnung auf Startelfeinsatz Al-Hazaimeh und Weißenfels vor Wiedersehen mit SF Lotte

Von Christian Detloff


Münster/Lotte. Erst gut vier Monate ist es her, dass sich Jeron Al-Hazaimeh nach zwei Jahren sehr emotional von den Sportfreunden Lotte verabschiedet hatte. „Ich stehe immer noch mit 80 Prozent der Mannschaft gut in Kontakt, mit einigen sogar sehr eng“, sagt der Linksverteidiger vor dem Auftritt mit seinem neuen, schwach in die Saison gestarteten Verein Preußen Münster am Samstag (14 Uhr, Frimo-Stadion) an alter Wirkungsstätte.

Ergreifend war nach dem DFB-Pokal-Qualifikationsspiel gegen SF Siegen (2:0) sein Abschied verlaufen: „Einmal Lotte, immer Lotte“ und „Danke für alles, SFL!“, stand auf dem T-Shirt, das er zuvor hatte fertigen lassen und sich dann überzog. „Der Regionalliga-Titel mit 15 Punkten Vorsprung, der Aufstieg in der schwierigen Relegation gegen Waldhof Mannheim und das DFB-Pokal-Ticket: Die Saison war traumhaft schön. Auch deshalb wird es am Samstag ein ganz besonderes Spiel für mich“, sagt der 24-Jährige, der nach der Sommerpause bei drei Spielen des nur wenig veränderten Lotter Kaders zu Gast war. Seine Mutter äußert auf Facebook ebenfalls weiterhin ihre Sympathien mit dem ehemaligen Verein ihres Sohnes.

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Auch die Whatsapp-Gruppe des SFL-Kaders 2015/2016 ist weiter aktiv. „Wir tauschen uns ständig aus – oft lustig. In dieser Woche werden wir erst recht noch ein paar Sprüche wechseln“, sagt Al-Hazaimeh, der in Lotte „einen ganz heißen Tanz“ erwartet: „Sie haben kämpferisch und spielerisch viel zu bieten. Wir müssen alles aus uns herausholen, um zu gucken, zu wie vielen Punkten das reicht.“

Der Start des Abwehrspielers an neuer Wirkungsstätte verlief ordentlich. In den ersten vier Spielen stand Al-Hazaimeh in der Startelf. Wirklich überzeugen konnte der Düsseldorfer wie das Gros seiner Mitspieler beim aktuell Drittletzten nicht. Nach seinem Faserriss im rechten Hüftbeuger kehrte er am achten Spieltag zwar prompt in die Anfangsformation zurück. Doch wegen einer Zerrung der Rückenmuskulatur setzte er danach wieder aus.

Unter dem neuen Trainer Benno Möhlmann, der am Dienstag seine erste Trainingseinheit bei den Preußen abhielt, hofft Al-Hazaimeh wieder starten zu dürfen. „Das wollen aber alle – und werden richtig viel Gas unter der Woche geben. Erst recht in unserer schwierigen Situation, in der sich der Charakter des Teams zeigen muss.“

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Möhlmann-Vorgänger Horst Steffen hatte Al-Hazaimeh zu dessen Lotter Zeiten beobachtet, persönlich sein Interesse hinterlassen und ihn dann gleich zum Mannschaftsrat-Mitglied berufen. „Wir hatten ein gutes Verhältnis“, sagt der Fußballer.

Selbiges kann auch Jesse Weißenfels behaupten, der ein Jahr vor Al-Hazaimeh als Regionalliga-Torschützenkönig von Lotte zu den Preußen gewechselt war. Nach einem „Seuchenjahr“ ohne Drittligaspiel wegen einer Sehnenentzündung im Fuß feierte er unter Steffen, seinem ehemaligen Jugendtrainer bei Borussia Mönchengladbach, sein Comeback, das mit drei Toren und zwei Assists in neun Spielen ansprechend verlief. Doch auch für ihn gilt: Unter Möhlmann müssen sich auch die etablierten Stammspieler neu anbieten.


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