Fußballverrückte Familie Christian Neidhart mit SVM und Sohn Nico mit SF Lotte an der Spitze

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Großer Zusammenhalt: Sohn Nico und Vater Christian Neidhart. Foto: Werder ScholzGroßer Zusammenhalt: Sohn Nico und Vater Christian Neidhart. Foto: Werder Scholz

Lotte/Meppen. Besser kann die Laune in der laut eigenen Aussagen fußballverrückten Familie nicht sein. Während Trainer Christian Neidhart mit dem SV Meppen seit dem dritten Spieltag die Regionalliga Nord anführt und alle acht Saisonspiele gewann, ist sein Sohn Nico als offensivstarker Linksverteidiger des Drittliga-Neulings SF Lotte seit dem vergangenen Samstag mit dem 3:1 bei Hansa Rostock in der Tabelle obenauf.

„Ich habe das Spiel vor dem Fernsehen verfolgt und mich riesig für Nico gefreut“, sagt Christian Neidhart. Nach der Übernahme der Tabellenspitze in der 3. Liga gab es das übliche Prozedere: „Nach dem Spiel quatschen wir kurz, am nächsten Tag ausführlicher“, berichtet Nico Neidhart, der stolz ist, dass sein Vater seit jeher so viele Spiele von ihm wie möglich vor Ort verfolgt. Auch der Sohn hat drei SVM-Spiele dieser Saison live gesehen. „Meistens berichtet mir Nico dann vor allem, was ihm nicht so gut an unserem Auftritt gefallen hat. Das höre ich mir mit größtem Interesse an“, so der Ex-Stürmer.

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„Mein Vater ist mehr mein Ratgeber als Kritiker. Früher war er da strenger“, sagt indes der torgefährliche Flügelspieler. In der C-Jugend von Hansa Friesoythe spielte er unter seinem Vater. „Er hat mich schon anders behandelt als meine Mitspieler“, erinnert sich der noch 21-Jährige. Sein Vater gesteht schmunzelnd: „Meine Frau Birgit hat mich damals einmal gefragt: Tickst du eigentlich noch sauber? Du machst Nico für alles verantwortlich“.

In der Kennenlernphase der beiden 1990, als Christian Neidhart noch für den VfL Osnabrück in der 2. Liga auf Torejagd ging, hatte seine Frau noch bei den Sportfreunden Lotte Fußball gespielt. Später baute sie beim SC Sternbusch eine Mädchenmannschaft auf – mit Tochter Kimberly, die mittlerweile mit dem Meppener Spieler Max Kremer liiert ist, als Spielerin.

Christian Neidhart überrascht der riesige Sprung, den sein Sohn im vergangenen Halbjahr vom Reservespieler zur wichtigen Stammkraft gemacht hat, nicht: „Nico war früher ein Hänfling. Ihm wurde nichts geschenkt. Er hat sich alles mit vielen Extraschichten selbst hart und akribisch erarbeitet.“

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In der A-Jugend war Nico Neidhart mit SFL-Mitspieler Moritz Heyer beim VfL Osnabrück in einem Team. Im zweiten U-19-Jahr wechselte ihn Claus-Dieter Wollitz in zwei Drittligaspielen ein. „Als sich der VfL dann entschied, Nico doch noch halten zu wollen, hatte er bereits bei der U21 von Schalke 04 zugesagt“, erinnert sich Christian Neidhart, der sich oft mit Lotte Trainer Ismail Atalan austauscht: „Ich spreche mit ihm nie über meinen Sohn.“

Der SVM hofft, an diesem Mittwoch (19.30 Uhr) im Heimspiel gegen den Lüneburger SK die Tabellenführung auszubauen, Lotte will am selben Tag ab 19 Uhr zuhause gegen die SG Sonnenhof Großaspach die Spitze verteidigen. Während Meppen zwar höhere Ziele verfolgt, aber nicht den Aufstieg als konkretes Ziel hat, zählt für SFL weiterhin nur der Klassenerhalt.

„Die Lotter Entwicklung ist stark. Dennoch hält der Verein den Ball zurecht flach. Die Mannschaft ist aber so gefestigt, dass sie Rückschlage gut wegstecken wird“, ist Christian Neidhart, für den mit einem Punktspielduell gegen seinen Sohn ein Traum in Erfüllung gehen würde, überzeugt. Ähnlich beurteilt er seinen Zögling: „Nico hat ein großes Potenzial. Als junger Fußballer ist es aber ebenso wichtig, bei einem Verein mit einem Trainer zu sein, der Talenten kontinuierlich Chancen gibt – so wie es Isi in Lotte handhabt.“


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