Cicek und Schmidt treffen SF Lotte gewinnen 3:0 gegen SV Concordia


Lotte. Die Sportfreunde Lotte haben mit ihren Freistoßkünsten Pokalschreck SV Concordia Wiemelhausen gestoppt und sind mit einem 3:0-Sieg am Mittwochabend verdient in das Halbfinale des Westfalenpokals eingezogen.

„Der Trainer hat ja einige Spieler eingesetzt, die nicht immer von Anfang dabei sind. Insofern geht das Ergebnis in Ordnung. Preußen Münster kann kommen“, sagte Lottes Obmann Manfred Wilke nach dem letztlich ungefährdeten Erfolg gegen einen guten Gegner, der es aus der Bezirksliga bis ins Pokalviertelfinale geschafft hat.

Wann Lottes Partie beim Drittligisten Münster stattfindet, ist noch nicht klar. Geplant ist ein Termin am Gründonnerstag, 2. April. „Natürlich rechnen wir uns Chancen in Münster aus. Wir werden uns genauso akribisch auf dieses Spiel vorbereiten wie auf die Partie gegen Wiemelhausen, die wir dreimal beobachtet haben“, freut sich Lottes Trainer Ismail Atalan auf die Partie gegen die Preußen. Im zweiten Halbfinale stehen sich der SC Verl und Arminia Bielefeld gegenüber. Drittliga-Spitzenreiter Bielefeld tat sich schwer beim 2:0 nach Verlängerung beim 1. FC Kaan-Marienborn.

„Wir hatten mehr als 70 Prozent Ballbesitz. Die Einstellung war sehr gut. Das Einzige, was ich ein bisschen zu bemängeln habe, war die Torausbeute“, meinte Atalan. Der Coach hatte sein Team gegenüber dem 0:1 im Heimspiel gegen Oberhausen kräftig durcheinandergewirbelt mit dem Hinweis, dass es auch eine Chance für die Spieler sei sich zu zeigen - hinsichtlich der Vertragsgespräche für die nächste Saison. „Die haben ihre Sache alle gut gemacht. Es war zwar ein kleines Risiko dabei. Aber die Spieler sind belohnt worden für eine gute Leistung. Henning Grieneisen war nach vier Monaten zum ersten Mal wieder dabei. Tobias Holm hat prima gespielt. Und bei Deniz Cicek hat man gesehen, wie wichtig er sein kann“, urteilte Atalan.

Cicek nutzte seine Chance, und zwar nicht nur wegen seines Treffers zum 1:0 (20.). Der Mittelfeldspieler war einer der aktivsten Lotter in diesem Spiel, das kurz vor der Führung der Sportfreunde auch in eine andere Richtung hätte gehen können.

Michael Siemienowski lief allein auf Lottes Keeper Yannik Dauth zu, der den Ball aber noch zur Ecke lenken konnte. Auch ein Freistoßtrick der Gäste nach 18 Minuten stellte Lotte vor Probleme gegen engagierte Wiemelhausener, die in der 32. Minute mit 0:2 in Rückstand gerieten. Der Freistoß von Pascal Schmidt aus 20 Metern passte genau in den Winkel. Gäste-Keeper Falk Klüppel war machtlos. In der 70. Minute machte Cicek es Schmidt nach. Wieder war der Freistoß aus 18 Metern zum 3:0 unhaltbar. Lotte, in der Vergangenheit nicht unbedingt mit Kunstschützen aus der Entfernung gesegnet, hatte gegen Wiemelhausen in dieser Beziehung eine Topquote. Fast hätte auch Jeron Al-Hazaimeh per Freistoß getroffen. Doch sieben Minuten vor Schluss rettete Michael Kerstiens auf der Linie.

Dafür haperte es in der zweiten Halbzeit im „normalen“ Abschluss. Jesse Weißenfels, Cicek und der eingewechselte Stipe Batarilo-Cerdic vergaben gute Möglichkeiten. Zu seinem ersten Einsatz kam Dennis Brock. Der Mittelfeldspieler war von Viktoria Köln in der Winterpause ins Tecklenburger Land gewechselt.

Sportfreunde Lotte: Dauth – Holm, G. Nauber, Hazaimeh, Hansmann – Cicek, Gorschlüter (69. Brock), Grieneisen – P. Schmidt, Koep, Weißenfels (70. Batarilo-Cerdic). – Tore: 1:0 Cicek (20.), 2:0 P. Schmidt (32.), 3:0 Cicek 70.). – Zuschauer: 268


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN