Nach der Winterpause gegen Köln Sportfreunde Lotte: Über allem steht der Teamgeist

Von Michael Jonas

Lottes neuer Trainerstab: Ismail Atalan, Torwart-Trainer Bastian Görrissen, und Kotrainer Joe Laumann (von links). Foto: MrugallaLottes neuer Trainerstab: Ismail Atalan, Torwart-Trainer Bastian Görrissen, und Kotrainer Joe Laumann (von links). Foto: Mrugalla

Lotte. Der Trainerstab ist runderneuert, ein anderer Kapitän führt die Mannschaft, und über allem steht der Teamgeist: Vor dem Rückrundenauftakt am Samstag (14 Uhr) gegen die U23 des 1. FC Köln hat sich viel getan bei den Sportfreunden Lotte seit dem Amtsantritt von Ismail Atalan.

Der neue Coach bestimmte Abwehrspieler Gerrit Nauber zum Kapitän. An Atalans Seite steht mit Joseph „Joe“ Laumann ein engagierter Kotrainer. Der aus Marokko stammende 31-Jährige stürmte bis Ende 2014 noch für Atalans ehemaligen Oberligaklub SC Roland Beckum. Und die Entwicklung hin zu noch mehr Professionalität im Tecklenburger Land unterstreicht Bastian Görrissen, der hauptamtlicher Torwarttrainer ist. Die Mannschaft sei eng zusammengerückt in den vergangenen viereinhalb Wochen, bekräftigt das Trainerteam. „Im Vergleich zur Hinrunde ist das ein Unterschied wie Tag und Nacht“, meinte Ex-Keeper Görrissen, der seit dem 1. September Nachfolger von VfL-Vizepräsident Uwe Brunn ist.

Der 31-jährige ehemalige Bochumer und Münsteraner Schlussmann, der 2003 in Oslo zum deutschen Kader bei der U-20-EM gehörte, trainiert jeden Tag mit den beiden Torhütern Benedikt Fernandez und Yannick Dauth. „Zwei absolute Toptorhüter der Regionalliga auf Augenhöhe“, sagt Görrissen, der im Mai einen Torwarttrainer-Lehrgang beim DFB beginnt. Da mit Fabian Otte der dritte Lotter Torwart nach Neuseeland abgewandert ist, gehört Bezirksliga-Keeper Sven Meckelholt zum erweiterten Kader.

Die Übungsumfänge sind erhöht worden beim Tabellen-Zehnten der Regionalliga West. Bis zu dreimal am Tag wird trainiert. „Das Team steht über allem. Wer sich nicht unterordnet, wird nicht glücklich“, hebt Atalan das neue Lotter Zusammengehörigkeitsgefühl hervor. Das macht sich zum Beispiel bei gemeinsamen Mittagessen vor jedem Spiel bemerkbar. Treffpunkt ist um 11 Uhr, auch am Samstag gegen Köln.

Die Sportfreunde wollen unbedingt spielen – und natürlich gewinnen. Der Platz wird seit Donnerstag von Obmann Manfred Wilke und Helfern geräumt. „Die Vorfreude ist groß. Ich wünsche mir, dass sich die Mannschaft belohnt für die gute Arbeit in der Vorbereitung.“ Gegen die einen Rang besser platzierten Domstädter, die den ehemaligen Lotter Sebastian Zinke neu in ihren Reihen haben, muss Atalan nur auf Stipe Batarilo-Cerdic (Achillessehnenbeschwerden) verzichten. Das System, das er spielen lassen wird am Samstag, verrät Atalan nicht. Nur so viel: Das Trainerteam bevorzugt Angriffs- und Tempofußball. „Wir wollen die Zuschauer begeistern.“ Und einen besseren Fußball zeigen, als es in den meisten Spielen der Hinrunde der Fall war.