Lotte souverän ins Viertelfinale Das Toreschießen doch nicht verlernt

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Vreden. Henning Grieneisen war sichtlich zufrieden. „Ich bin froh, dass wir zu null gespielt haben und den Ball viermal über die Linie brachten – daran hatte es zuletzt ja gehapert“, sagte der Interimstrainer des Fußball-Regionalligisten Sportfreunde Lotte nach dem Achtelfinalsieg bei der SpVgg Vreden.

Drei Siege ist sein Team noch vom Einzug in den DFB-Pokal-Wettbewerb entfernt. Im Februar oder März 2015 ist Concordia Wiemelhausen zum Viertelfinale zu Gast. Der in diesem Jahr noch ungeschlagene Bochumer Bezirksligist, bestückt mit zahlreichen ehemaligen Jugendspielern des Zweitligisten VfL, warf am Samstag nach der SG Wattenscheid 09 mit dem SC Wiedenbrück einen weiteren Lotter Ligakonkurrenten mit einem 3:1-Sieg aus dem Westfalenpokal.

Weniger überraschend war zeitgleich der Erfolg der Sportfreunde. Von Beginn an machte Lotte mit seiner spielerisch, körperlich und individuell klar überlegenen Elf vor 200 Zuschauern den Zwei-Klassen-Unterschied deutlich. Einziges Manko war zunächst die Chancenverwertung. Ehe Deniz Cicek das 1:0 (38.) markierte, hätten die Gäste bereits drei Treffer erzielen müssen. In zwei Situationen hatte Lotte, das den massiven Vredener Abwehrriegel mit vehementem Flügelspiel bearbeitete, vor der Führung aber auch Glück: beim parierten Schuss von Niklas Grubbe (24.) und nach einem Fehlpass von SFL-Keeper Yannik Dauth, als Nils Temme das verwaiste Tor verfehlte (32.). „Danach haben wir aber keine Chance mehr zugelassen“, sagte Cicek, der auch das 4:0 (76.) verbuchte – es waren die ersten beiden Pflichtspieltore des vom TSV Havelse gewechselten Linksaußen für die Sportfreunde. „Deniz hat seine Chance in der Startelf gut genutzt, er war ein wichtiger Faktor für unser Offensivspiel“, lobte Grieneisen.

Letztlich durfte sich der abstiegsgefährdete Westfalenligist zur Pause nicht über den 0:2-Rückstand durch Bernd Rosinger (42.) beschweren. Auch nicht über den 0:4-Endstand, auch weil die Gäste dreimal am Aluminium gescheitert waren.

„Solche Spiele sind nicht leicht für den Favoriten. Die Mannschaft hat eine tolle Einstellung auf dem Acker gezeigt und nichts dem Zufall überlassen“, lobte Ismail Atalan, der im neuen Jahr das Traineramt in Lotte übernehmen wird und auch die drei übrigen drei Lotter Punktspiele vor der Winterpause unter die Lupe nehmen will.

Wie Cicek trug sich Jeron Al-Hazaimeh erstmals in die Lotter Torschützenliste ein. Nachdem er in der ersten Hälfte mit zwei Großchancen knapp gescheitert war, stand der Abwehrmann nach einem verunglückten Schuss des umtriebigen Rosinger goldrichtig und staubte zum 0:3 (59.) ab. „Das war keine Kunst“, sagte der 22-jährige offensivfreudige Zugang vom Chemnitzer FC, der wie Cicek betont, sich im Lotter Team pudelwohl zu fühlen – nach einer Seuchensaison, in der er die erste Hälfte wegen einer Herzmuskelentzündung verpasst hatte und danach nur selten zum Zug kam.

Stammspieler Al-Hazaimeh bildete mit Matthias Rahn eine Respekt einflößende Innenverteidigung. Vredens Trainer Marcus Feldkamp sprach etwas übertreibend von den „Zwei-mal-zwei-Meter-Schränken“. Beide spielten sich für den kommenden Samstag ein, wenn Gerrit Nauber im Heimspiel gegen den FC Hennef 05 mit einer Gelbsperre aussetzt.

SF Lotte: Dauth – Langlitz, Rahn, Al-Hazaimeh, Hansmann (77. Nauber) – Gorschlüter, Wendel – Batarilo-Cerdic (63. Pires-Rodrigues), P. Schmidt (68. Zeh), Cicek – Reisinger.


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