Pokal-Viertelfinale Sportfreunde Lotte siegen 4:0 gegen SpVgg Vreden


det Vreden. Die Fußballer der Sportfreunde Lotte sind dem Einzug in den DFB-Pokal-Wettbewerb mit einer entschlossenen und souveränen Vorstellung ein gutes Stück näher gekommen. Die Elf von Henning Grieneisen und Bastian Görrissen, den Interimstrainern bis zur Winterpause, ließ am Samstagnachmittag als Gast der zwei Klassen tiefer angesiedelten SpVgg Vreden beim 4:0 (2:0)-Sieg keinen Zweifel am Einzug in das Viertelfinale des Westfalenpokals aufkommen.

Deniz Cicek (38./78.), Bernd Rosinger (42.) und Jeron Al-Hazaimeh (61.) trafen für den Tabellenzwölften der Regionalliga West, der von Beginn an vor rund 200 Zuschauern im Hamaland-Stadion den Zwei-Klassen-Unterschied deutlich machte. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel und dem Ergebnis“, sagte Grieneisen nach dem Spiel. Auch sein Gegenüber Marcus Feldkamp befand, „dass der Lotter Sieg in Ordnung geht – auch wenn wir leider die Chance zum 1:0 auslassen. Zudem haben wir die ersten beiden Tore leider etwas leichtfertig her geschenkt“.

Feldkamp beglückwünschte die Gäste auf der Pressekonferenz auch zur Wahl des zukünftigen Trainers. „Ich freue mich für Lotte, dass sie Ismail Atalan verpflichtet haben. Wir haben zusammen die Lizenz gemacht. Ismail ist ein großer Fußballfachmann – und dazu ein richtig toller Typ.“

Tatsächlich hatte Vreden nach 32 Minuten die Chance zur 1:0-Führung. Der ansonsten sichere Yannik Dauth, der wie in der ersten Pokalrunde anstelle von Kapitän Bendikt Fernandez das Tor hütete, hatte sich für einen Pass auf Tim Wendel entschieden. Ein Befreiungsschlag wäre aber die bessere Wahl gewesen, denn ein Vredener ahnte den Passweg, eroberte den Ball und spielte ihn auf Nils Temme, der das leere Tor verfehlte.

Feldkamp vergaß aber, zu erwähnen, dass Lotte zuvor unter anderem durch Stipe Batarilo-Cerdic (2.), Cicek (9.) und Al-Hazaimeh (12.) Riesenchancen ausgelassen hatte und das drückend überlegene Team stellte. Bevorzugt über die Außen kamen die Gäste ein ums andere Mal gefährlich vors Tor. Mit etwas mehr Cleverness und Kreativität wäre das Spiel bereits nach 25 Minuten entschieden gewesen.

Der Vorlagengeber des 1:0, Bernd Rosinger, stand kurz vor der Pause goldrichtig, nachdem Al-Hazaimeh mit einem feinen Kopfball an der Querlatte gescheitert war. „Schön, dass uns vor dem Halbzeitpfiff noch das 2:0 gelungen ist“, freute sich Grieneisen, der froh war, „dass wir heute das geschafft haben, was uns zuletzt so schwergefallen war: Das Toreschießen“.

Atalan, der der seine zukünftige Mannschaft beobachtete und sich am Montag mit den beiden amtierenden Coaches trifft, lobte die Interimstrainer für „ihren tollen Plan. Die Mannschaft war super eingestellt und immer gefährlich“. Das galt auch für die zweite Halbzeit, als die Sportfreunde keine Torchance mehr zuließen und die nun rarer gesäten Chancen effektiver als zuvor zum 3:0 und 4:0 nutzten.

Vor Übergabe des Trainerstabs bestreitet Lotte noch drei Punktspiele. Die nächsten beiden steigen daheim. Am kommenden Samstag (14 Uhr) empfangen die Sportfreunde das Tabellen-Schlusslicht FC Hennef 05. „Wir können jedes der drei Spiele gewinnen, wenn wir wie heute unsere Torchancen zu nutzen wissen“, betont Grieneisen.

Hier gibt es den Liveticker zum Nachlesen.