Tief im Westen alles geben Mazan Moslehe lobt SFL-Interimstrainer Grieneisen

Von Carsten Richter

Gegen Siegen hatten Henning Grieneisen (links) und Bastian Görrissen die Sportfreunde-Mannschaft aus Lotte optimal motiviert. Ob der Effekt länger anhält, muss sich heute gegen SG Wattenscheid 09 zeigen. Foto: MrugallaGegen Siegen hatten Henning Grieneisen (links) und Bastian Görrissen die Sportfreunde-Mannschaft aus Lotte optimal motiviert. Ob der Effekt länger anhält, muss sich heute gegen SG Wattenscheid 09 zeigen. Foto: Mrugalla

Lotte. Tief in den Westen müssen am Samstagnachmittag die Regionalliga-Kicker der Sportfreunde Lotte reisen. Es steht dort die Begegnung beim Bochumer Vorortclub SG Wattenscheid 09 auf dem Programm. Eine Woche nach dem 1:0-Erfolg gegen Siegen will die Mannschaft von Interimstrainer Henning Grieneisen nun möglichst den nächsten Dreier folgen lassen. Anstoß ist um 14 Uhr im Wattenscheider Lohrheidestadion.

Dabei scheint ein Auswärtssieg durchaus im Bereich des Möglichen zu sein. Schließlich sind die Wattenscheider bisher mit nur einem Sieg extrem heimschwach. Auf der anderen Seite will und muss Lotte dringend die mäßige Auswärtsbilanz etwas aufbessern. Schließlich sind die Sportfreunde auswärts bei sieben Versuchen erst einmal als Sieger vom Platz gegangen. Doch weil diese schlechte Bilanz zu großen Teilen auch der Art zuzuschreiben ist, wie Ex-Trainer Michael Boris Fußball spielen ließ, könnte es nun mit neuem Mut und neuer Leidenschaft die Wende geben. Hoffnung machte da ja bereits der Erfolg gegen Siegen , der möglicherweise eine befreiende Wirkung hinterlassen haben könnte.

Möglich machte den Sieg auch der neue Trainer Henning Grieneisen, der vorerst auch am Samstag noch das sportliche Sagen hat. „Der Henning hatte uns da überragend eingestellt. Unglaublich, was er für eine tolle Ansprache hatte. Da waren alle richtig heiß“, meint rückblickend Mittelfeldspieler Mazan Moslehe. Der 24-jährige stand vergangene Woche überraschend in der Startelf, nachdem sich Benedikt Koep im Abschlusstraining verletzt hatte.

Für den 1,77 m großen Flügelspieler war das die Chance, sich nach seiner dreiwöchigen Rotsperre wieder für weitere Aufgaben zu empfehlen. Und er nutzte sie, auch wenn noch nicht alles gelang. „Gegen Siegen war es schon sehr schwer für uns. Sicherlich haben wir da auch nicht den besten Fußball gezeigt, doch der Sieg stand nach der turbulenten Woche über allem“, gibt Moslehe zu Protokoll. Und dabei konnte er sich einen kleinen Seitenhieb auf den glücklosen Ex-Trainer auch nicht verkneifen. „Außerdem wollten wir auch dem alten Trainer Michael Boris zeigen, was wir können“, so seine Ansage zum früheren Coach, der es stets nach jedem Spiel eilig gehabt habe, schnell zurück in seine Heimatstadt Gelsenkirchen zu kommen.

Bei der SG Wattenscheid, die aktuell den 14. Tabellenplatz belegt, könnte das Erfolgsrezept nun so ähnlich lauten wie beim Spiel gegen Siegen. Früh stören, aggressiv in die Zweikämpfe gehen und am Ende natürlich im Jubelkreis zusammen den Sieg feiern, lautet die Devise. „Wattenscheid steht etwas mit dem Rücken zur Wand. Ich denke, mit einem Erfolg dort können wir wichtigen Boden gutmachen. Aber vorher müssen wir wieder entsprechend motiviert sein und alles geben“, ist Mazan Moslehe frohen Mutes.