Gorschlüter fällt aus Platzt bei Lotte in Aachen endlich der Knoten?

Von Michael Jonas


Osnabrück/Lotte. Die Sportfreunde Lotte haben an diesem Montag die große Chance zu zeigen, dass die Mannschaft es besser kann, als sie zuletzt gezeigt hat. Im Livespiel bei Alemannia Aachen (20.15 Uhr/Sport 1) ist mit Henning Grieneisen der Rückkehrer im Kader.

„Mit seiner Erfahrung und seiner fußballerischen Qualität wird er unser Spiel verbessern“, ist Lottes Trainer Michael Boris froh, dass er den Routinier zurückholen konnte. Der Allrounder, der von 2011 bis 2014 insgesamt 73 Spiele für Lotte absolvierte und acht Tore erzielte, war zuletzt vereinslos gemeldet, „Henne war eigentlich schon zu Saisonbeginn fest eingeplant. Dass es nun doch noch gepasst hat, ist umso erfreulicher.“ Ob der Ex-VfLer Grieneisen, der am Dienstag 30 Jahre alt wird, am Tivoli in der Startelf stehen wird, wollte Boris nicht verraten. Dass er seine Mannschaft gegenüber dem schwachen Auftritt beim 1:1 gegen Wiedenbrück ändern wird, steht fest.

Grieneisen , der zuletzt überwiegend in der Abwehr spielte, aber variabel einsetzbar ist, könnte der Führungsspieler sein, der in Lotte vermisst wird. „Henning ist mit seiner Routine ein wichtiger Spieler für uns. Wir haben auch mit Mark Zeh und Gerrit Nauber Spieler, die eine Mannschaft führen können.“ Lottes Fußballobmann Manfred Wilke hatte im Interview beklagt, dass es an Führungsspielern fehle, die eine Dominanz ausstrahlen und die Jungen mitnehmen. „Da nehme ich vor allem die Erfahrenen in die Pflicht“, hatte Wilke betont.

Einer, den der Obmann meint, wird in Aachen nicht dabei sein: Tim Gorschlüter hat Adduktorenprobleme und konnte die ganze Woche nicht trainieren. „Wir haben uns vorgenommen, die individuellen Fehler abzustellen und das Spiel zu gewinnen“, verlangt Boris von seinen Spielern das, was auch Wilke möchte. „Wir müssen noch mehr machen, mehr einfordern, uns den Erfolg erarbeiten. Zufälle brauchen wir nicht“, hatte der Macher erklärt.

In Lotte hatte es zuletzt Turbulenzen gegeben, die auch das Zusammenspiel zwischen Mannschaft und Fans trübten. Mit einer guten Leistung wollen die Sportfreunde die Unzufriedenen wieder auf ihre Seite bringen. Aachen hat als Tabellenzweiter noch kein Spiel verloren, Lotte als 16. noch kein Match gewonnen. „Aachen ist brandgefährlich, vor allem bei Standards. Eine spielerisch gute Mannschaft“, sagt Trainer Boris über den Gegner. „Die Erwartungshaltung in Lotte ist natürlich eine andere“, meint Aachens Coach Peter Schubert, der die Konstellation aber auch als „ein wenig gefährlich“ einschätzt. „Wichtig ist, dass wir uns auf uns konzentrieren“, fordert Schubert.

Die Alemannia rechnet mit 8000 Fans . Am Tivoli hat Aachen beide Spiele gewonnen, gegen Hennef und Düsseldorf II sechs Tore erzielt. Sahin Dagistan und Fabian Graudenz haben je zwei Treffer erzielt. In der vergangenen Saison gewann Lotte am Tivoli mit 2:1. Das Rückspiel am Lotter Kreuz endete 1:1.