Live im Fernsehen Lottes nächster Gegner Aachen ist im Aufwind

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Rasanz und Brisanz im Hinspiel: Sofien Chahed (vorne) und Sascha Marquet im Zweikampf. Foto: MrugallaRasanz und Brisanz im Hinspiel: Sofien Chahed (vorne) und Sascha Marquet im Zweikampf. Foto: Mrugalla

Osnabrück/Lotte. Vorsicht, Karneval: Alemannia Aachens Spielern ist auferlegt worden, vor dem Spiel am Dienstag (20.15 Uhr) bei den Sportfreunden Lotte auf närrische Ausschweifungen zu verzichten. Der Ex-Bundesligist kommt nach vier Spielen ohne Niederlage und zehn Punkten mit breiter Brust zum Tabellenzweiten.

Die Partie wird live auf Sport1 übertragen.

Ein Garant für die momentane Aachener Stabilität ist Marcus Hoffmann . Er organisiert die Abwehr des Traditionsklubs, der besonders bei Standardsituationen Gefährlichkeit ausstrahlt. Die ersten beiden der drei Tore gegen Rot-Weiß Essen resultierten aus Ecken. Innenverteidiger Hoffmann, der bei RB Leipzig nicht glücklich wurde, wurde in Aachen kurz vor Schließung der Transferliste mit offenen Armen empfangen. „Er ist ein erfahrener Spieler, der sein Können bereits höherklassig unter Beweis gestellt hat“, sagt Aachens Trainer Peter Schubert über seinen Abwehrchef. Bester Aachener Schütze ist Sascha Marquet mit sieben Treffern.

Bekannt im Aachener Kader ist der ehemalige VfL-Spieler Marco Neppe. Der 27 Jahre alte „Sechser“ genießt bei Coach Schubert ein hohes Ansehen. „Marco ist in der Lage, der Mannschaft Stabilität zu geben. Er ist ballsicher, auch wenn es manchmal einen Tick zu viel quer oder nach hinten geht. Das ist mir aber lieber, als ins Risiko zu gehen. Je weniger Risiko, desto besser kontrollierst du das Spiel“, meint Schubert über Neppe, der vom VfL zunächst nach Wuppertal ging, ehe er zum Tivoli wechselte.

Den Weg von Aachen Richtung Lotte ging Sascha Herröder. Nach der Insolvenz der Alemannia und dem Abstieg in die Regionalliga kam er zu Beginn der letzten Saison ins Tecklenburger Land. Der 25-Jährige, der mit zu den besten Abwehrspielern der Regionalliga West gehört, fühlt sich wohl in Lotte.

„Man merkt, dass hier im Verein etwas entsteht und man weiter vorankommen will. Toll wäre es natürlich, wenn es diese Saison zum Aufstieg reichen könnte“, hatte der Innenverteidiger geäußert.

Herröder hat maßgeblichen Anteil daran, dass Lotte mit 17 Gegentreffern über die weitaus beste Abwehr in der Weststaffel verfügt. Das soll auch gegen seinen Ex-Verein so bleiben. Das Hinspiel am Tivoli gewann Lotte durch Tore von Amir Shapourzadeh und Aleksandar Kotuljac vor 7300 Zuschauern mit 2:1.

In Lotte fand am Montag eine Sicherheitsbesprechung statt. Im Stadion am Lotter Kreuz werden einige Problemfans aus Aachen erwartet, die der Kategorie B (bedingt gewaltbereit) und C (gewaltbereit) zuzuordnen sind. Nach dem 3:0 gegen Rot-Weiß Essen hatten rund 70 Alemannia-Anhänger versucht, zu den abreisenden RWE-Fans vorzudringen. Polizei und Ordnungsdienst verhinderten Übergriffe bei der als Risikospiel eingestuften Regionalligapartie. Berüchtigt ist in Aachen die sogenannte „Karlsbande“ .

Die meisten Aachener Fans sind friedlich und reisefreudig. Oft begleiten bis zu 1000 Fans die Alemannia zu den Auswärtsspielen. Obwohl es ein Wochentag ist, werden mehrere Busse aus der Kaiserstadt in Lotte erwartet. Zum letzten Heimspiel der Alemannia gegen Essen kamen fast 10000 Zuschauer.


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