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Pokal: Lotte ohne Stürmer unter Druck

Von Carsten Richter

LOTTE. Es geht um viel, wenn die Sportfreunde Lotte heute (14 Uhr, Jahnstadion) im Westfalenpokal-Viertelfinale beim Ligakonkurrenten SC Wiedenbrück antreten. Denn nur zwei Siege ist der Fußball-Regionalligist davon entfernt, zum zweiten Mal in der Vereinsgeschichte im DFB-Pokal anzutreten. 2009 verloren sie gegen den VfL Bochum nur denkbar knapp 0:1. Um dieses sportlich wie finanziell attraktive Ziel erneut zu erreichen, muss nach RW Mastholte, TuS Hiltrup und VfK Weddinghofen erstmals ein höherklassiges Team, sprich der 14. der vierten Liga, bezwungen werden. Dabei muss die Elf von Trainer Maik Walpurgis heute allerdings ohne einen einzigen Stürmer antreten, denn alle fünf haben sich in dieser Woche verletzt. Trainer-Kommentar: „Wenn, dann bekommen wir es knüppeldick.“

Immerhin hat der Pokal noch höhere Bedeutung als ohnehin, weil Preußen Münster ein Nachholspiel gegen Kaiserslautern 2:1 gewann und damit sieben Punkte Vorsprung vor den Lottern hat im Kampf um den Aufstieg in die 3. Liga. Um in den verbleibenden neun Spielen noch eine reelle Aufstiegschance zu haben, ist Lotte bei eigenen Siegen auf Schützenhilfe von zumindest drei Teams angewiesen. Deshalb hat der Pokal (noch) nicht Priorität, aber mehr Gewicht als zuvor.