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Macht Fischer den Unterschied? Regionalliga: Barlettas Rückkehr in den Raum Osnabrück - Sportfreunde Lotte erwarten TuS Koblenz

Von Benjamin Kraus

Erste Rückkehr nach Osnabrück: Angelo Barletta, Ex-Profi beim VfL Osnabrück, spielt jetzt für TuS Koblenz. Foto: KemmeErste Rückkehr nach Osnabrück: Angelo Barletta, Ex-Profi beim VfL Osnabrück, spielt jetzt für TuS Koblenz. Foto: Kemme

Lotte. Ein brasilianischer Ex-Nationalspieler, ein stahlharter Knipser, der aus 61 Metern vollstreckt, und ein alter Fallrückzieher-Held des VfL Osnabrück: Wenn sich die TuS Koblenz am Freitag (19 Uhr, ConnectM-Arena) beim Regionalliga-Tabellenführer Sportfreunde Lotte vorstellt, ist alles bereitet für die große Fußball-Bühne.

Für Angelo Barletta, zuletzt in Diensten des VfL, ist es die erste Rückkehr in den Raum Osnabrück. „Für unser junges Team wäre ein Punkt schon ein Erfolg“, stapelt der Innenverteidiger tief. Barletta ist seinem Team, das erst heute anreist, gestern vorausgefahren und übernachtete im Haus seiner Familie in Osnabrück. Erst am Montag zieht seine Familie zu ihm nach Koblenz, wo Barletta einen Zweijahresvertrag unterschrieben hat. Nach dem Drittliga-Zwangsabstieg wegen Geldmangels im Sommer hatte ihn die TuS als Abwehr-Stabilisator verpflichtet – eine Mission, die mit acht Gegentoren in sieben Spielen als einigermaßen geglückt gelten kann. Das Problem ist die Offensive (fünf Treffer): Weil Vollstrecker fehlen und „Sechser“ Manuel Stahl nicht immer aus 61 Metern vollstrecken kann, wie beim sensationellen Sieg im DFB-Pokal letztes Jahr gegen Hertha BSC Berlin (2:1), wurde kürzlich der 36-jährige Mineiro verpflichtet – früher aktiv für Hertha und Chelsea London. „Er hat 2007 Copa America für Brasiliens Nationalelf gespielt“, weiß Lotte-Coach Maik Walpurgis um die Stärken der TuS-Achse.

An seiner erfolgreichen Startelf – vier Siege in Serie – wird er wohl nichts ändern, „auch wenn einige von den Jungs dicht dran sind“. Sein Team soll sich zwar nicht vor den Koblenzern verstecken. „Wir dürfen aber jetzt nicht glauben, jeden Gegner überrennen zu können. Wir spielen aus einer soliden Grundausrichtung“, weiß der SFLCoach, dass er abwarten kann: weil er vorne mit dem robusten Marcus Fischer („exzellenter Mann“) einen hat, der immer zuschlagen kann.