1:1 in Jena: Lotte kassiert wieder spätes Tor SFL-Kapitän Straith: Das darf uns nicht passieren

Der Ball ist im Netz: Lottes Steve Kroll, Adam Straith, Gerrit Wegkamp und Alexander Langlitz sind nach dem späten Ausgleich enttäuscht (von links).Foto: Manfred MrugallaDer Ball ist im Netz: Lottes Steve Kroll, Adam Straith, Gerrit Wegkamp und Alexander Langlitz sind nach dem späten Ausgleich enttäuscht (von links).Foto: Manfred Mrugalla

Jena. Wieder hat Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte kurz vor Schluss einen Gegentreffer kassiert. Aber anders als bei der 1:2-Niederlage gegen Fortuna Köln fährt das Team von SFL-Trainer Nils Drube dieses Mal mit dem 1:1 bei Carl Zeiss Jena einen Punkt ein.

„Ich muss meiner Mannschaft den Vorwurf machen, dass sie nach der Führung nicht das 2:0 gemacht hat“, sagte Drube nach dem zwölften Unentschieden in dieser Saison. Das, was der 41-jährige Fußballlehrer damit meinte, waren die Umschaltmomente, die seine Spieler nach dem Lotter Führungstreffer durch ein Eigentor von Jenas Kapitän René Eckardt (71.) nicht sauber ausspielten. Beim Lattentreffer des eingewechselten Tim Wendel hatte Lotte hingegen Pech (74.). „Es war am Ende leistungsgerecht“, sagte Drube, der mit ansehen musste, wie Jenas Joker Mouko Tchenkoua den Ball nach einem Eckball sträflich frei zum 1:1 einköpfte (88.).

Lotte kassierte also – wie schon gegen Köln – ein spätes Gegentor. Dass die Sportfreunde nicht schon früher in Rückstand gerieten, lag vor allem an SFL-Schlussmann Steve Kroll. Der 21-Jährige hielt Lotte mit seinen Paraden in der ersten Halbzeit im Spiel. In der zweiten Spielminute parierte Kroll einen Schuss von Jenas Stürmer Phillip Tietz. Das nächste Mal kam Jena gefährlich vor das Lotter Tor, als Dominik Bock sich aus 22 Metern ein Herz fasste und Kroll aus der Distanz prüfte. Der Gäste-Torhüter entschärfte das Geschoss per Fußabwehr (23.). Jena drückte weiter aufs Gaspedal und drängte Lotte hinten rein. Manfred Starke prüfte erneut Kroll mit einem satten Schuss (28.). „Jena hat in der ersten Halbzeit mit einer unglaublichen Wucht gespielt. Wir mussten uns erstmal schütteln“, sagte der SFL-Coach.

Und die Sportfreunde? Die hatten vor der Pause auch ihre Chancen, in Führung zu gehen – auch wenn die Gastgeber besser waren. Maximilian Oesterhelweg zielte nach wenigen Sekunden zu ungenau (1.) und zirkelte später einen Freistoß aus 18 Metern ans Außennetz. Zudem tauchte Toni Jovic auf einmal vor FCC-Keeper Jo Coppens auf, der für den für zwei Spiele suspendierten Stammtorhüter Raphael Koczor im Kasten stand. Doch der Kroate erreichte den Ball nur mit der Fußspitze, sodass der Jenenser Torwart noch rechtzeitig klärte (29.).

Nach der Pause kam Lotte besser ins Spiel und gestaltete es ausgeglichener. Von der SFL-Offensive war lange nichts zu sehen, bis Oesterhelweg ein Lebenszeichen mit einem Fernschuss absendete (66.). Fünf Minuten später lag Lotte plötzlich mit 1:0 vorn. Zu diesem Zeitpunkt war die Lotter Führung nicht unverdient, aber sehr glücklich. Trotz des Glücks ist der späte Ausgleich bitter für die Sportfreunde, was auch Adam Straith so sah: „Das darf uns nicht passieren. Es fühlt sich wie zwei verlorene Punkte an“, sagte der SFL-Kapitän, der aber positiv auf das Spiel am Samstag gegen den 1. FC Kaiserslautern schaut: „Wir haben unsere Qualität, vor allem zu Hause. Die müssen wir abliefern.“


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