Nun in der 1. niederländischen Liga Ex-Lotter Nico Neidhart: Es war einfach Zeit für Neues

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Flink: Nico Neidhart (links) gegen Oussama Idrissi (AZ Alkmaar). Foto: imago/VI ImagesFlink: Nico Neidhart (links) gegen Oussama Idrissi (AZ Alkmaar). Foto: imago/VI Images

Lotte. Etwas überraschend war Nico Neidhart vor gut einen Monat vom Fußball-Drittligisten Sportfreunde Lotte zum niederländischen Erstligisten FC Emmen gewechselt. Anpassungs- und Eingewöhnungsprobleme hatte der Außenverteidiger nicht. „Mir kam entgegen, dass wir sofort ins Trainingslager nach Marbella geflogen sind“, sagt der 24-Jährige, der für eineinhalb Jahre unterschrieben hat und dem Vernehmen nach ablösefrei gewechselt ist.

Die Mannschaft habe ihn gut aufgenommen. Bis auf Innenverteidiger Tim Siekman, der mehrfach im Lotter Probetraining war, hatte er vor seinem Wechsel niemanden im Kader gekannt. Auch sportlich hat sich Neidhart rasch herangearbeitet. Nach jeweils drei Einwechselminuten für den Tabellen-Vierzehnten gegen den PSV Eindhoven (2:2) und VVV Venlo (3:2) spielte er gegen den AZ Alkmaar (0:5) bereits ab der 46. Minute. Am Sonntag im Heimspiel gegen ADO Den Haag (3:2) kam er nicht zum Einsatz. „Natürlich gibt es einen Unterschied zur deutschen 3. Liga, aber riesig ist er nicht. Fußballerisch ist das Niveau natürlich höher. Hier wird dafür nicht so viel gegen den Ball gearbeitet – was uns in Lotte ja lange stark gemacht hatte“, erklärt der ehemalige Jugendspieler des VfL Osnabrück, der sich auf große Gegner wie den Tabellenführer PSV Eindhoven, Ajax Amsterdam und Feyenoord Rotterdam freut.

Viel Wert auf flinke Außenstürmer

Gegen Alkmaar habe er richtig zu spüren bekommen, dass in den Niederlanden viel Wert auf starke, flinke Außenstürmer gelegt wird. Aber auch da ist ihm nicht bange. „Ich bin gekommen, um zu spielen. Meine Einsatzzeit gegen Alkmaar hat mich aber mehr gefreut als unser Ergebnis. Mein Ziel ist, möglichst schnell von Beginn an aufzulaufen“, sagt Neidhart, der gleichwohl weiß: „Es dauert erst noch ein, zwei Wochen, bis ich alle Automatismen des Teams verinnerlicht habe – ganz normal.“ Auch die neue Sprache ist für ihn kein all zu großes Problem: „Verstehen geht immer besser. Niederländisch sprechen ist aber natürlich noch schwer“, gesteht Neidhart.

Nach dreieinhalb Spielzeiten in Lotte mit „sehr schönen Zeiten, aber auch turbulenten letzten eineinhalb Jahren“ sei es an der Zeit gewesen, eine neue Herausforderung anzunehmen. „Im Sommer hatten Emmen und Trainer Dick Lukkien bereits Interesse an mir. Da hatte es aber noch nicht geklappt. Es war nun einfach an der Zeit, etwas Neues zu machen“, sagt Neidhart, der von Lotte nach Meppen gezogen ist – aber nicht ins Elternhaus mit SV-Meppen-Trainer Christian Neidhart. „Mein Vater hat mir zwar gesagt, dass der Wechsel für mich ein Schritt nach vorne sein könnte – die Entscheidung habe ich aber komplett alleine getroffen“, sagt der 24-Jährige, der aus dem Emsland 25 Autominuten zum Trainingsgelände und Stadion des Erstliga-Aufsteigers benötigt.


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