Mit Halleschen FC überraschend Fünfter Ex-Lotter Heyer spielt sich ins Blickfeld der 2. Liga vor

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Alles im Griff: Moritz Heyer (rechts, gegen Sascha Mölders von 1860). Foto: imago/foto2pressAlles im Griff: Moritz Heyer (rechts, gegen Sascha Mölders von 1860). Foto: imago/foto2press

Osnabrück Als Moritz Heyer sich nach der Vorsaison gegen ein fünftes Jahr bei den Sportfreunden Lotte und für einen Vertrag beim Halleschen FC entschied, bezweifelten einige Drittliga-Interessenten der Region, dass sich der Wechsel für den 23-Jährigen bezahlt machen würde. Als Führungsfigur im Zentrum der Dreier-Abwehrkette des überraschenden Tabellenfünften stand Heyer nun aber in jeder Minute der 17 Liga-Spiele dieser Saison auf dem Platz. Im Fachmagazin „kicker“ kommt der Ostercappelner auf die starke Durchschnittsnote 3,06 – Heyer ist längst im Blickfeld der 2. Liga.

Bereits in seiner Lotter Zeit hatte sich der taktisch kluge Akteur mit gutem Stellungsspiel, sauberer Zweikampfführung, Kopfballstärke und einer geringen Fehlerquote stetig und konsequent verbessert. Aus dem gelegentlichen Einwechselspieler nach dem Wechsel aus der Jugend des VfL Osnabrück wurde in der Lotter Meister- und Aufstiegssaison 2015/2016 eine Stammkraft und in der 3. Liga schnell ein Leistungsträger. „Unsere Saison in Halle erinnert mich an unsere Aufstiegssaison in Lotte: Wir haben eine extrem große mannschaftliche Geschlossenheit. Jeder arbeitet für jeden, alle arbeiten auch gegen den Ball stark“, sagt Heyer, der sich in Halle rasch wohlfühlte. „Bis zum Sommer hatte ich immer im Elternhaus gewohnt. Meine Mutter hatte viel für mich gemacht. Ich war echt gespannt und kann nun sagen: Es ist etwas anderes – Halle ist eine sehr schöne Erfahrung, die mich auch als Persönlichkeit weiterbringt.“

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Dass neben Heyer weitere 13 Zugänge im Sommer 2018 beim HFC anheuerten, habe ihm das Ankommen erleichtert. „Mit Torsten Ziegner kam ja auch der Trainer neu. So hast du es einfacher, als wenn du in ein Team mit vor allem Alteingesessenen kommst. Ich war übrigens schnell überzeugt, dass wir einen guten Kader haben.“

Mit HFC-Sportdirektor Ralf Heskamp, den Heyer bereits aus den VfL-Jugendjahren mit dessen Sohn Sandro kennt, ist verabredet, im neuen Jahr über eine Verlängerung zu sprechen. „Ich konzentriere mich voll auf die Liga und berate mich Weihnachten mit meinen Eltern“, sagt Heyer, der nach seinem Abitur auf der Abendschule in Lotter Zeiten jüngst ein Fernstudium im Sport-Business-Management begann: „In den zwei Jahren zwischen Abi und Studium habe ich nichts gemacht außer Fußball. Das Studium macht Spaß – und es schadet nicht, bereits jetzt über die Zeit als Fußballer hinauszudenken.“


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