Leistung mäßig, Fanunterstützung top Sportfreunde-Lotte-Spieler nach 1:2 im Zwiespalt der Gefühle

Meine Nachrichten

Um das Thema SF Lotte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.


Kaiserslautern Enttäuscht über die eigene Leistung, begeistert von der großen Unterstützung des eigenen Anhangs – so lassen sich die Reaktionen der Spieler des Fußball-Drittligisten Sportfreunde Lotte nach dem 1:2 (0:1) beim 1. FC Kaiserslautern kurz zusammenfassen.

„Ich bin sehr frustriert“, gestand Innenverteidiger Matthias Rahn nach dem Spiel. „Lautern ist viel zu einfach zu seinen beiden Toren gekommen. Wir haben dagegen viel zu wenig nach vorne hinbekommen. Letztlich ist es für mich eine total unnötige Niederlage.“ Der eine oder andere Spieler habe wohl zu großen Respekt vor dem großen Namen des Gegners gehabt. Der Abwehrmann vermutet zudem, dass einige Akteure am Ende der englischen Woche müde gewesen seien.

Blick zurück: Erste Niederlage für SF Lotte unter Trainer Drube ein Dämpfer, aber kein Beinbruch >>

Vielleicht hätte Lotte noch die Chance auf einen Punkt bekommen, wenn Rahns Kopfball beim Stand von 0:2 in der 89. Minute den Weg ins Tor statt an den Pfosten gefunden hätte. „In den letzten Spielen wäre dieser Ball reingegangen. Dann hätten wir noch fünf Minuten gehabt …“, sagte Rahn.

Ins Schwärmen geriet Rahn über die große Unterstützung der gut 250 Fans, die mehrheitlich im ersten, von Alexander Frontzek hauptorganisierten SFL-Sonderzug der Vereinsgeschichte angereist waren  darunter der Vorsitzende Hans-Ulrich Saatkamp und Sportliche Leiter Manfred Wilke. Bis auf ein Malheur, als die Notbremse gezogen wurde, verliefen die An- und Rückreise harmonisch und in bester Stimmung – Wiederholung erwünscht. „Es ist einfach nur klasse, was die Fans organisiert haben. Ich bekomme da echt Gänsehaut“, sagte Rahn. Lotte sei ja nur ein kleines Dorf. „Da ist es super und sehr bemerkenswert, dass sie so etwas organisiert bekommen.“

Lesen Sie auch: SF-Lotte-Trainer Nils Drube knapp 13 Stunden nach Vaterschaft schon wieder an der Linie >>

Ähnlich sah es Michael Schulze. „Richtig cool – es kommt nicht alle Tage vor, dass wir den Gästeblock halbwegs gefüllt bekommen. Dass so viele Lotter hier sind, ist eine megageile Aktion. Es zeigt, dass sich die Fanszene gut entwickelt hat.“ 40 Mal lief der 29-Jährige von 2014 bis 2016 in der 2. Bundesliga und im DFB-Pokal für Kaiserslautern auf. „Ich hab mich über diese Rückkehr riesig gefreut. Ich hatte mich in Lautern mega wohlgefühlt“, schwärmte Schulze.

„Wir haben heute nicht unsere beste Leistung gezeigt“, gestand derweil Nico Neidhart. „In der zweiten Halbzeit wurde es besser. Dennoch war es letztlich eine gerechte Niederlage. Man darf dabei bei aller Enttäuschung nicht vergessen, dass Lautern seine hohe Qualität heute richtig auf den Rasen gebracht hat.“

Alles über die Sportfreunde Lotte findet sich auf dem NOZ-Themenportal >>

Seine Premiere im Lotter Trikot feierte Dennis Rosin. Der 22-Jährige war am Ende der ersten Transferphase von der U 23 des Bundesligisten SV Werder Bremen zu SFL gewechselt, musste aber zunächst knapp einen Monat mit muskulären Problemen aussetzen. „Ich bin einerseits froh, nach langer Zeit wieder gespielt zu haben. Andererseits überwiegt natürlich das schlechte Gefühl der Niederlage.“ Das Team habe sich lange schwergetan, Zugriff auf das Spiel zu gewinnen. „Das galt auch für die zweiten Bälle. Man kann uns nicht vorwerfen, dass wir grundsätzlich nicht alles versucht hätten. Aber wir hatten heute sicher nicht unseren besten Tag.“ Auch er persönlich habe noch Steigerungspotenzial. „Ich habe nach meiner Verletzung durchaus noch etwas aufzuholen.“

„Wir sind immerhin nicht eingebrochen – und das ist an solch einem Tag entscheidend“, betonte indes SFL-Trainer Nils Drube.. „Das müssen wir unbedingt beibehalten. Dann werden wir sicher nächsten Samstag in Braunschweig wieder ein gutes Spiel hinlegen.“

Kennen Sie schon unser Drittliga-Portal? Hier geht es lang >>


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN