Gründe für die gravierende Steigerung Sportfreunde Lotte: Rückkehr zum kompakten Pressing zahlt sich aus

Von Christian Detloff und Christoph Schillingmann

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Wieder ein verschworener Haufen: Die Sportfreunde Lotte.  Foto:  imago/osnapixWieder ein verschworener Haufen: Die Sportfreunde Lotte. Foto: imago/osnapix

Lotte. Nach fünf Spielen unter Trainer Matthias Maucksch Tabellenschlusslicht mit nur einem Zähler, stellt Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte mit zehn Punkten aus vier Partien unter dem neuen Coach Nils Drube die Mannschaft der Stunde in der 3. Liga. Die Gründe für den so nicht erwartbaren Aufschwung.

Neuer, alter Spielstil: Unter Maucksch waren die Lotter passiv und defensiv aufgetreten – eine Herangehensweise, die den Stärken der Mannschaft nicht entsprach. Drube legt viel mehr Wert auf ein schnelles Umschaltspiel und starkes Pressing.

Auch das Abwehrverhalten hat sich deutlich verbessert. „In der 3. Liga ist Disziplin und eine gute Ordnung gegen den Ball entscheidend. Wenn Du eine gute defensive Kompaktheit hast, bekommst Du immer die Möglichkeiten, gute Lösungen mit dem Ball zu finden“, sagt Drube, der die Trainingsintensität im Spiel gegen den Ball steigerte und im Übungsbetrieb mehr auf kurze Läufe und Sprints setzt. Die Mannschaft agiert mit auffällig mehr Frische als unter dem weniger kommunikativen Maucksch, der bis zuletzt auf Grundlagenausdauer setzte. Immer wieder ist hinter vorgehaltenen Händen von den Lotter Spielern zu hören: „Wir bekommen jetzt endlich wieder einen echten Plan vermittelt.“ Der Konterfußball der letzten Wochen erinnert übrigens an die erfolgreichen Zeiten unter Trainer Ismail Atalan.

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Personelle Umstellungen: Unter Drube erhielt Alexander Langlitz seinen Stammplatz als offensivstarker Rechtsverteidiger zurück – und blüht wieder auf. Der eminent einsatzfreudige Michael Schulze, den der Trainer ins defensive Mittelfeld versetzte, zeigt nun seine bislang besten Leistungen für SFL. Neben oder vor Schulz dreht Jonas Hofmann auf, der neben den Defensivqualitäten nun auch Torgefahr und spielerische Elemente einbringt. Mit Gerrit Wegkamp kam der vermisste Bandenstürmer. Zudem steigerte sich Torwart Steve Kroll nach ordentlichem Saisonstart zuletzt noch mal klar.

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Team nimmt sich stark in die Pflicht: Mit der Trainingsgestaltung und reservierten Art von Mauksch wurde ein Großteil des Kaders nicht warm und trug mit einem Trainingsstreik Mitverantwortung für dessen Entlassung. „Nachdem sich viele von uns klar positioniert hatten, standen wir mit dem Trainerwechsel mächtig unter Druck“, sagt Marcus Piossek: „Aber wir haben genug Erfahrene, die diesen aushalten. Nun zeigt sich, warum ich im Sommer sagte: Wir haben eine gutes Team.“

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