Rahn schießt sein erstes Drittliga-Tor Die drei Premieren der Sportfreunde Lotte

Meine Nachrichten

Um das Thema SF Lotte Ihren Nachrichten hinzuzufügen, müssen Sie sich anmelden oder registrieren.

Mit Kopfschutz gegen den KSC: Matthias Rahn (links, hier mit Laufduell mit dem Ex-Lotter Saliou Sané) erzielte in Karlsruhe sein erstes Drittliga-Tor. Foto: GES/Markus GilliarMit Kopfschutz gegen den KSC: Matthias Rahn (links, hier mit Laufduell mit dem Ex-Lotter Saliou Sané) erzielte in Karlsruhe sein erstes Drittliga-Tor. Foto: GES/Markus Gilliar

Karlsruhe. Drei Premieren hat Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte beim 3:1-Auswärtssieg gegen den Karlsruher SC gefeiert: Die Mannschaft holte den ersten Saisonsieg, Trainer Nils Drube feierte seinen Einstand und Matthias Rahn erzielte sein erstes Tor in der 3. Liga.

Rahn strahlte nach dem ersten Saisonsieg über das ganze Gesicht. Den Kopfschutz, den er nach seiner Verletzung aus dem Spiel gegen Halleschen FC vor einer Woche während der Partie tragen musste, hatte er schon abgesetzt. „Ich habe die Klammern noch drin. Wenn der Ball drauf kommt, ist es sehr unangenehm. Aber das war im Spiel nur ein oder zweimal. Das ging schon“, sagte der 1,95 Meter große Abwehrmann. Seinen ersten Drittliga-Treffer in der 50. Partie in der dritthöchsten Spielklasse erzielte der Innenverteidiger aber nicht per Kopf, sondern mit dem Fuß. Mit dem Rücken zum Tor wollte Rahn den Ball noch einmal auf den langen Pfosten spielen. Doch dann zappelte das Leder plötzlich im Netz. „Der war genau so gewollt“, sagte der Innenverteidiger mit einem verschmitzten Grinsen. „Nein. Der Ball kommt auf den kurzen Pfosten. Dann wird der Ball zu mir abgefälscht. Ich wollte ihn dann auf den langen Pfosten bringen und dann fällt er hinten rein. Es ist natürlich umso schöner, dass es ein Tor war. Mein erstes Drittliga-Tor.“

„Wenn du so viel auf die Fresse kriegst...“

Damit stellte Rahn auf 3:0, der neben Neuzugang Lars Dietz in der Innenverteidigung spielte. Die Sportfreunde hatten Rahns Abwehrkollegen erst am Freitag präsentiert. Am Samstag stand Dietz direkt in der Startelf. „Ich habe in den letzten 24 Stunden sehr wenig geschlafen. Ich wurde direkt reingeworfen. Aber es war auch mein Ziel, bei Lotte Spielpraxis zu sammeln. Das dann gleich so klappt mit den drei Punkten, ist natürlich schön“, sagte der 21-Jährige.

Ein ähnliches Schicksal ereilte Gerrit Wegkamp. Der ehemalige Spieler des VfL Osnabrück begann im Sturmzentrum. „Es ging alles brutal schnell. Ich habe das auch noch gar nicht verarbeitet. Dafür sind 90 Minuten perfekt, um die Mitspieler kennenzulernen“, sagte der 25-jährige Angreifer. „Man hat gesehen, dass diese Mannschaft ein richtiges Team ist und als solches auf dem Platz steht. Wenn wir das in jedem Spiel schaffen, dann haben wir in jedem Spiel die Chance, den Sieg einzufahren. Wir haben eine Messlatte gelegt, an der können und müssen wir uns messen lassen.“

SFL-Kapitän Marcus Piossek sah einen mutigen Auftritt von Lotte: „Die Führung hat uns sehr gut getan, vor allem wenn du in letzten Wochen so viel auf die Fresse kriegst und dir von außen die Qualität abgesprochen wird. Auch wenn es viele angezweifelt haben, wir haben daran geglaubt“, sagte der 29-Jährige. „Wir hatten vom Trainerteam den richtigen Plan mit auf den Weg bekommen, den die Mannschaft gut erfüllt hat. Nicht über 90 Minuten, aber wir hatten auch das Quäntchen Glück auf unserer Seite. Das hatten wir vielleicht in den letzten Wochen auch gegen uns. Die Mannschaft wusste, was sie gegen den Gegner machen muss. Sie war vorbereitet. Sie wusste, wie sie reagieren muss. Wir haben die Qualität. Das hat man in Karlsruhe gesehen.“


Weitere Angebote, Produkte und Unternehmen der noz MEDIEN