Kroll glänzt beim 3:1 in Karlsruhe SF Lotte: Drubes Änderung tragen Früchte

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Ein sicherer Rückhalt: SFL-Keeper Steve Kroll (rechts) parierte den von KSC-Spielmacher Marvin Wanitzek (links) getretenen Elfmeter in einer entscheidenden Phase des Spiels. Foto: GES/Markus GilliarEin sicherer Rückhalt: SFL-Keeper Steve Kroll (rechts) parierte den von KSC-Spielmacher Marvin Wanitzek (links) getretenen Elfmeter in einer entscheidenden Phase des Spiels. Foto: GES/Markus Gilliar

Karslruhe. Die Sportfreunde haben sich zurückgemeldet – und wie: Der Fußball-Drittligist gewann 3:1 beim Karlsruher SC und bescherte Neu-Trainer Nils Drube einen Einstand nach Maß. Vor allem Torhüter Steve Kroll hatte maßgeblichen Anteil am Sieg, mit dem Lotte den letzten Platz verlässt.

Genau 48 Stunden lagen zwischen der ersten Trainingseinheit am Donnerstag in Lotte und dem Anstoß am Samstag um 14 Uhr im Karlsruher Wildparkstadion. Zwei Tage hatte Drube Zeit, seine Mannschaft auf das schwere Auswärtsspiel beim defensivstarken KSC vorzubereiten. Und die Dinge, die der 40-jährige Fußballlehrer veränderte, trugen sofort Früchte. Zum einen brachte der SFL-Coach mit Stürmer Gerrit Wegkamp und Innenverteidiger Lars Dietz gleich zwei Neuzugänge von Beginn an, die sofort überzeugten. Wegkamp machte vorne viele Bälle fest. Und Dietz, den Drube ins kalte Wasser warf, zeigte neben Matthias Rahn eine gute Leistung. Zum anderen veränderte Drube das Spielsystem und ließ sein Team im 4-1-4-1 auflaufen. Jonas Hofmann agierte auf der Sechs, davor fungierten Marcus Piossek und Maximilian Oesterhelweg als Achter. Auf der linken Seite spielte Jeron Al-Hazaimeh erstmals vor Linksverteidiger Nico Neidhart, was ebenfalls gut funktionierte.

Von dort aus entstand auch die Führung. Al-Hazaimeh spielte auf Piossek, der den Ball durch das Mittelfeld trieb und rechts raus auf Alexander Langlitz legte. Der aufgerückte Rechtsverteidiger passte nach innen, wo KSC-Kapitän David Pisot den Ball ins eigene Tor lenkte (7.). Die Sportfreunde spielten mutig und waren aggressiv. Sie störten die zunehmend unsicherer werdenden Karlsruher früh im Spielaufbau und zwangen den KSC so zu Ballverlusten, wie bei der Entstehung zum 2:0. Jaroslaw Lindner spritzte dazwischen und spielte auf Maximilian Oesterhelweg, der eiskalt zum 2:0 abschloss (13.). Rahn erhöhte in der 29. Minute mit seinem ersten Drittliga-Tor auf 3:0. „Die Mannschaft hat im Spiel gegen den Ball wirklich das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Die Tore waren keine Zufallsprodukte. Das war ein hervorragendes Pressingverhalten“, sagte Drube.

Nach starken 30 Minuten der Sportfreunde fing sich der KSC. Den ersten KSC-Torschuss von Stürmer Malik Batmaz parierte Kroll noch (30.). Beim zweiten Versuch von Justin Möbius war der Keeper machtlos. Der Ball schlug oben links im Winkel ein (40.).

Das, was sich zum Ende der ersten Halbzeit abzeichnete, setzte sich nach dem Seitenwechsel fort. Lotte kam defensiv immer mehr in Bedrängnis, der KSC wurde offensiv immer stärker. Drube hatte das vorausgesehen und Piossek zu Beginn des zweiten Spielabschnitts auf die Sechs zurückgezogen. Die Karlsruher liefen an und erspielten sich Chance um Chance. Doch sie scheiterten immer wieder am überragenden Kroll. Der 21-Jährige rettete einmal gegen Marco Thiede (57.), zweimal gegen den Ex-Lotter Saliou Sané (58./88.) und hielt einen Strafstoß von Marvin Wanitzek, nachdem Rahn Daniel Gordon gefoult hatte (66.). „Ich habe gewartet und mich instinktiv für eine Ecke entschieden“, sagte der 1,91 Meter große Schlussmann.

Karlsruher SC - SF Lotte: Namen, Zahlen, Noten. Grafik: NOZ

Drube war mit dem Auftritt seiner Mannschaft zufrieden. „Wir waren effektiv. Es ist wichtig, dass die Mannschaft Entschlossenheit gezeigt hat. Und dann muss bei einem Gegner wie dem KSC auch mal so eine Defensivleistung über 60 Minuten herhalten.“ Das hat funktioniert, vor allem dank Kroll.


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