Braunschweig und Lotte nicht allein 3. Liga: Das lange Warten bis zum ersten Saisonsieg

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Wenig erfolgreich verlief der Drittligastart für Eintracht Braunschweig (wie hier beim 0:2 gegen Fortuna Köln). Der Zweitligaabsteiger wartet noch auf den ersten Saisonsieg. Foto: imago/Joachim SielskiWenig erfolgreich verlief der Drittligastart für Eintracht Braunschweig (wie hier beim 0:2 gegen Fortuna Köln). Der Zweitligaabsteiger wartet noch auf den ersten Saisonsieg. Foto: imago/Joachim Sielski

Osnabrück. Warten, warten und noch mal warten: Die Zeit bis zum ersten Saisonsieg kann sich hinziehen. Die sieglosen Sportfreunde Lotte und Eintracht Braunschweig müssen nach fünf Spieltagen noch nicht in Panik verfallen. Immerhin sind auch einige Spätzünder noch durchgestartet. Zu lange sollten sie mit einem Erfolg aber auch nicht warten, wie ein Blick auf die Historie zeigt.

13 Spiele ohne Sieg: Die längste Durststrecke durchlebten die Stuttgarter Kickers in der Premierensaison der 3. Liga 2008/2009. Erst am 14. Spieltag gab es drei Punkte auf einmal – nach sechs Unentschieden und sieben Pleiten gelang ein 2:1-Erfolg gegen Dynamo Dresden. Es war nicht der schlechte Start allein, aber er hatte zweifelsohne seinen Anteil daran, dass die Kickers am Saisonende abstiegen. Elf Punkte Rückstand waren zu viel, um die Klasse zu halten.

Elf Spiele ohne Sieg: Arminia Bielefeld spielte 2011/12 fünfmal unentschieden und quittierte sechs Niederlagen, bevor ein 1:0 in Offenbach folgte. Am Ende hatten die Ostwestfalen elf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

Neun Spiele ohne Sieg: Wacker Burghausen feierte 2013/14 den ersten Sieg am 10. Spieltag. Dem 3:1 in Unterhaching waren ein Unentschieden und acht Niederlagen vorausgegangen. Am Saisonende fehlten sechs Punkte auf einen Nichtabstiegsplatz. Der 19. stieg ab.

Sieben Spiele ohne Sieg: Rot-Weiß Ahlen gelang 2010/11 nach fünf Unentschieden und zwei Niederlagen ein 3:0 gegen Jena. Wegen eines Insolvenzantrags wurde der Klub ans Ende dere Tabelle strafversetzt. Sonst wären die Rot-Weißen trotz eines Abzugs von drei Punkten sogar drei Zähler vor einem Abstiegsplatz gelandet. Die Klasse hielt Rot-Weiß Erfurt in der Saison 2012/13. Nach zwei Unentschieden und fünf Niederlagen glückte ein 5:0 gegen Borussia Dortmunds U23. Am Saisonende hatte der 13. sechs Punkte Vorsprung vor einem Abstiegsplatz. Für Zweitligaabsteiger FSV Frankfurt war das 4:1 gegen Münster nach vier Unentschieden und drei Niederlagen keine Initialzündung in der Saison 2016/17. Am Saisonende stiegen die Hessen als Letzter ab. Selbst ohne den Abzug von neun Punkten wären es noch zehn Punkte Rückstand auf den Klassenerhalt gewesen.

Sechs Spiele ohne Sieg: 2017/18 feierten gleich drei Klubs am 7. Spieltag ihren ersten Erfolg. Der Hallesche FC bezwang den SV Wehen Wiesbaden 2:1 nach drei Unentschieden und drei Niederlagen. Am Saisonende hatte der 13. ein 18-Punkte-Polster auf einen Abstiegsplatz. Der FSV Zwickau hatte bis zum 2:0-Sieg in Münster zwei Unentschieden und vier Niederlagen hinnehmen müssen, wurde aber am Ende 15. und hatte zehn Punkte Vorsprung auf die Abstiegsränge. Rot-Weiß Erfurt half das 1:0 gegen Jena nach drei Unentschieden und drei Niederlagen nicht dauerhaft. Am Saisonende waren die Thüringer Letzter. Selbst ohne die zehn Punkte Abzug wären es 14 Punkte Rückstand auf Nichtabstiegsplatz gewesen.

Dem Abstieg folgt ein Fehlstart: Mehrere ehemalige Zweitligisten brauchten in der 3. Liga Eingewöhnungszeit und waren nach fünf Spieltagen noch ohne Sieg. Grafik: NOZ/Hente

Fünf Spiele ohne Sieg: Je eher das Erfolgserlebnis, desto größer die Chance auf eine Wende zum Positiven. Bayern Münchens U23 musste 2009/10 bis zum 6. Spieltag auf einen Sieg warten. Am Saisonende wurden die Bayern Achter mit beruhigenden 15 Punkten vor einem Abstiegsplatz. Auch die U23 des FSV Mainz hielt 2014/15 die Klasse. Der Aufsteiger musste sich mit einem Unentschieden und vier Niederlagen begnügen. Dann folgte ein 3:1 bei Borussia Dortmunds U23. Am Ende rettete sich der Tabellen-16. mit drei Punkten Vorsprung. Auch Rot-Weiß Erfurt startete 2015/16 so furios durch wie der Bayern-Nachwuchs. Drei Unentschieden, zwei Niederlagen – dann löste ein 3:0 gegen die U23 des VfB Stuttgart den Knoten. Nach 38 Spieltagen wurde Erfurt Achter. Sieben Punkte Vorsprung hatten die Thüringer auf einen Abstiegsplatz.


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