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24.08.2018, 20:26 Uhr KOMMENTAR

Zur Maucksch-Trennung: Die Lotter Spieler haben gesiegt

Kommentar von Christoph Schillingmann

Matthias Maucksch ist nicht mehr Trainer der Sportfreunde Lotte. Foto: Helmut KemmeMatthias Maucksch ist nicht mehr Trainer der Sportfreunde Lotte. Foto: Helmut Kemme

Lotte. Nach turbulenten Tagen bei den Sportfreunden Lotte ist Matthias Maucksch nicht mehr Trainer des Fußball-Drittligisten. Klaus Bienemann übernimmt als Interimstrainer. Ein Kommentar.

Wenn es einen Titel für die erste Trainerentlassung der Saison geben würde, dann hätten die Sportfreunde Lotte ihn in diesem Jahr souverän verteidigt: Nachdem Oscar Corrochano in der vergangenen Spielzeit bereits nach dem ersten Spieltag entlassen worden war, trennte sich der Drittligist dieses Mal „erst“ nach dem vierten Spieltag von seinem Trainer. Beim Abgang von Matthias Maucksch sind Parallelen zur Corrochano-Entlassung erkennbar. Denn die Spieler haben – wie vor gut einem Jahr – ihren Willen bekommen.

Damals hatte sich das Team vom ersten Moment an schwergetan mit dem Nachfolger von Ismail Atalan. Es ging das Gerücht um, dass Teile der Mannschaft bei Manfred Wilke vorstellig wurden, um ihre Unzufriedenheit zu äußern. Bei Maucksch reagierten die Spieler auf eine andere Weise, um den Coach aus dem Amt zu hieven. Aber auch der Boykott brachte den gewünschten Erfolg. Der Verein gab nach.

Dieser Verschleiß erschwert die Suche nach einem neuen Trainer zunehmend. Zum einen muss Wilke jemanden finden, der sich nach der chaotischen Außendarstellung des Vereins überhaupt ein Engagement in Lotte vorstellen kann. Und zum anderen muss der neue Trainer die Mannschaft gleichzeitig so in den Griff bekommen, dass sie nicht bei der ersten Missstimmung eine Revolte startet.


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