Rödinghausens zweite Garde siegt Desolate Lotter nach 2:3 im Westfalenpokal auf dem Tiefpunkt

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Tief enttäuscht: Der Blick des Lotters Nico Neidhart beim Pokal-K.o. spricht Bände. Foto: imago/Noah WedelTief enttäuscht: Der Blick des Lotters Nico Neidhart beim Pokal-K.o. spricht Bände. Foto: imago/Noah Wedel

Rödinghausen. Sang- und klanglos ist Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte in der Auftaktrunde des Westfalenpokals beim klassentieferen SV Rödinghausen ausgeschieden. Der zweiten Garde des Regionalligisten unterlag die Elf von Trainer Matthias Maucksch mit 2:3 (1:2).

„Die Enttäuschung sitzt sehr tief. Die Mannschaft war zwar gewillt, unser System und Vorhaben umzusetzen, aber wir haben es einfach nicht mit Leben gefüllt“, ärgerte sich Mauksch. Eine ähnlich desolate Vorstellung im Pokalhalbfinale der Vorsaison gegen Erndtebrück (1:2) hatte das Ende der Amtszeit seines Vorgängers Andreas Golombek eingeläutet. Maucksch ist sich bewusst, dass es nach fünf sieglosen Pflichtspielen endgültig mit der Ruhe vorbei ist: „Wir müssen im eminent wichtigen Heimspiel gegen Halle am Sonntag das dringend nötige Erfolgserlebnis einsammeln.“

DFB-Pokal-Schreck Rödinghausen, der den Zweitligisten Dynamo Dresden mit 3:2 nach Verlängerung bezwungen hatte, hatte gleich sechs Helden vom vergangenen Samstag geschont. Der SVR setzte im 5-4-1 auf Sicherheit und schnelles Umschaltverhalten.

Auch die Sportfreunde begannen abwartend und wurden für ihre erste Schwäche im Abwehrverhalten eiskalt bestraft. Björn Schlottke schickte Eros Dacaj steil in den Strafraum. Völlig unbehelligt steuerte der Rechtsaußen auf das Tor von Keeper Steve Kroll zu, der keine Abwehrchance besaß - 0:1 (8.).

Lotte war die Verunsicherung nun deutlich anzumerken. Die Abstimmung in der Defensive ging verloren, Lotte gönnte den Gastgebern im letzten Drittel des Spielfeldes krass viele Freiräume. Im Vorwärtsgang agierten die Gäste kopflos. In der Mittelfeldzentrale war der überforderte Ersatzkapitän Marcus Piossek völlig von den Rolle.

Auch Kroll ließ sich von der Nervosität anstecken. Nach einer eigentlich harmlosen langen Flanke agierte der Torwart zu ungestüm gegen den vorgerückten Nikola Sierra. Azur Velagic verwandelte den fälligen Strafstoß sicher zum 2:0 (33.).

Das erste Lebenszeichen der Gäste: Nach einer Freistoßflanke von Maximilian Oesterhelweg köpfte Paterson Chato ins lange Eck, jedoch aus Abseitsposition (37.). Im Gegenzug verpasste der SVR die frühe Vorentscheidung. Schlottke scheiterte an Kroll und setzte den Nachschuss knapp neben den linken Pfosten.

Mit einer Standardsituation zum 1:2 (45.) gewann SFL Hoffnung. Den nach Foul an Aygün Yildirim fälligen Freistoß verwandelte Oesterhelweg mit einem scharfen Schlenzer über die Mauer ins linke Eck (45.). Dennoch verabschiedete der Anhang die halbherzig agierenden Lotter Spieler erbost in die Kabine.

Erneut nach einem Standard bejubelten die Lotter das überraschende 2:2. Ein Torschuss von Nico Neidhart wurde von zwei Rödinghausern geblockt, aber nicht unter Kontrolle gebracht. SFL-Innenverteidiger Matthias Rahn bedankte sich mit dem Abstauber zum 2:2 (52.). Zwei Tore fast aus dem Nichts.

Lotte gewann ein wenig Oberwasser. Erneut Rahn köpfte nach einer Oesterhelweg-Ecke knapp neben das Tor (59.). Doch die Sportfreunde setzten nicht energisch genug nach. Das rächte sich, als erneut Dacaj ohne Lotter Gegenwehr aus 17 Metern zum 3:2 (73.) traf. Auch Kroll sah auch hier nicht gut aus. Und die Schlussphase? Kein Aufbäumen, keine Gegenwehr - ein trauriger Auftritt.


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