„Wir müssen uns endlich belohnen“ SF Lotte kein klarer Favorit beim Dresden-Schreck Rödinghausen

Von Christian Detloff und Christoph Schillingmann

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Vor Teil zwei der „Lotte-Woche“: Rödinghausens Nico Knystock (rechts, beim Coup gegen Dynamo Dresden) Foto: KemmeVor Teil zwei der „Lotte-Woche“: Rödinghausens Nico Knystock (rechts, beim Coup gegen Dynamo Dresden) Foto: Kemme

Lotte Nach dem für den Fußball-Drittligisten Sportfreunde Lotte spielfreien Wochenende steigt die Mannschaft von Trainer Matthias Maucksch am Mittwoch um 18.30 Uhr mit einem Auswärtsspiel in den Westfalenpokal ein. Gegner ist mit dem SV Rödinghausen ein Favoritenschreck des DFB-Pokal-Auftakts.

Rödinghausen hatte am vergangenen Samstag den Zweitligisten Dynamo Dresden mit 3:2 nach Verlängerung im Lotter Frimo-Stadion sensationell aus dem Wettbewerb geworfen. „Man hat keinen Unterschied zwischen dem Zweit- und Viertligisten ausmachen können“, sagt Maucksch, der das Spiel mit seiner Mannschaft im Lotter Stadion beobachtet hat und sich zudem mit seinem Co-Trainer Nico Däbritz über das Wiedersehen mit einigen Weggefährten aus Dresdener Spieler- und Trainerzeiten freute.

Liveticker: Sportfreunde Lotte gegen SV Rödinghausen

Die Hürde, die die noch sieglosen Sportfreunde in Rödinghausen zu nehmen haben, ist also hoch. „Sie haben gegen Dresden sehr ordentlich dagegengehalten und waren immer bemüht, Akzente nach vorne zu setzen“, sagt Maucksch, der sein Drittliga-Team im Westfalenpokalduell nicht als klaren Favoriten ausmacht: „Gerade im Heimspiel kann jeder Verein einen Klassenunterschied wettmachen.“

Seine Mannschaft habe in der spielfreien Zeit Fortschritte im spielerischen und taktischen Bereich gemacht. „Wir arbeiten täglich hart für das Erfolgserlebnis, das wir nach zuletzt drei ordentlichen Halbzeiten verdient hätten. Wir wollen gut performen und müssen uns endlich belohnen – was auch für den Verein sehr wichtig wäre“, fordert der Trainer.

Auf Abwehrchef Adam Straith, Außenverteidiger Alexander Langlitz und Mittelfeldabräumer Tim Wendel müssen die SFL ebenso weiter verzichten wie auf Stürmer Danny Breitfelder. „Danny ist noch nicht im Mannschaftstraining. Wenn es so weit ist, braucht er vier Wochen, um den Rückstand aufzuholen“, sagt Maucksch, der auf Zugänge bis Monatsende hofft: „Wir haben gewisse Spieler im Fokus und hoffen, dass sich der eine oder andere möglichst zeitnah für uns entscheidet. Bei einigen interessanten Spielern ist aber noch unklar, ob sie bleiben wollen und ob der Verein noch mit ihnen plant.“ Gerade im zentralen Mittelfeld und im Angriff kann Lotte noch neue Qualität gebrauchen. „Wir müssen schauen, was der Markt für uns hergibt. Wir haben gewisse Positionen im Hinterkopf – sind aber auch flexibel, wenn die Qualität eines Spielers stimmt“, so Maucksch.

Mit dem Sieg über Dresden reitet der auch in der Regionalliga West noch unbesiegte SVR (zwei Siege, ein Remis) weiter auf der Erfolgswelle. „Es war sehr anstrengend gegen Dresden. Wir mussten sehr viel laufen und haben hart gearbeitet. Gegen Lotte wird es genauso schwer“, sagt SVR-Rechtsverteidiger Dennis Engel, der nur noch auf wenige Mitspieler aus gemeinsamen Tagen in Lotte trifft. „Das Spiel gegen Lotte ist auch sehr wichtig“, befindet Nico Knystock, der in Lotte-Büren aufgewachsen und sportlich unter anderem in der Jugend des VfL Osnabrück groß geworden ist.

„Wir haben uns über die Liga für den DFB-Pokal qualifiziert. Über den Westfalenpokal haben wir es noch nie geschafft, was natürlich auch ein bisschen schwieriger ist. Aber das ist ein Ziel“, lautet Knystocks Kampfansage.


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