Wie vor einem Jahr Schlusslicht Sportfreunde Lotte: Noch fehlt es an Qualität im Kader

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Die Ruhe bewahrt SFL-Trainer Matthias Maucksch nach dem schwachen Start.Foto: imago/RevierfotoDie Ruhe bewahrt SFL-Trainer Matthias Maucksch nach dem schwachen Start.Foto: imago/Revierfoto

Lotte. Duplizität der Ereignisse nach der 0:1-Niederlage in Münster: Wie vor einem Jahr nach dem 0:3 gegen den VfR Aalen ist Fußball-Drittligist Sportfreunde Lotte mit nur einem Punkt aus den ersten vier Spielen Tabellenschlusslicht.

Damals hatte Lotte nach dem DFB-Pokal-Wochenende zunächst mit Marcus Piossek und Michael Schulze sowie wenige Tage später mit Adam Straith namhafte Verstärkungen nachverpflichtet – und die spielfreie Zeit genutzt. Das 4:0 zu Hause gegen CZ Jena war der erste von drei Siegen in vier Partien.

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In dieser Saison ist die Qualität des Lotter Startkaders trotz der Steigerung gegen Münster um einiges geringer einzuschätzen als vor genau einem Jahr, als der Anspruch nach einer starken Premierensaison in der 3. Liga samt dem DFB-Pokal-Viertelfinaleinzug allerdings auch noch „einstelliger Tabellenplatz“ lautete. Insbesondere die Abgänge von André Dej, Kevin Pires-Rodrigues, Moritz Heyer, Kevin Freiberger sowie zuvor in der Winterpause von Hamadi Al-Ghaddioui und Luka Tankulic wurden nicht adäquat kompensiert. Die schmerzhafte Folge: Wenn nicht vieles täuscht, geht es für die Sportfreunde bei nunmehr vier Absteigern in einer noch attraktiver besetzten Spielklasse diesmal alleine um den Klassenerhalt.

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Unter der enttäuschenden Vorsaison als Tabellen-16. mit einigen Negativschlagzeilen hat die Anziehungskraft der Lotter gelitten. Dabei scheint durchaus noch ein finanzielles Polster für Verstärkungen vorhanden. „Wir beobachten den Markt. Bislang hat sich aber noch kein Spieler für Lotte entschieden“, sagte Maucksch am Montagabend. Vor allem ein Taktgeber im Mittelfeld und ein routinierter, abschlussstarker Stürmer könnten als Verstärkungen für die Sportfreunde überlebenswichtig sein.

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Im Vorjahr hatte SFL im Sommer und Herbst dreimal den Trainer gewechselt. Das weiß auch Maucksch, der dennoch davon ausgeht, fest im Sattel zu sitzen. „Ich beschäftige mich gar nicht erst mit etwas, für das ich nicht verantwortlich bin“, so der Coach, der nun eine gute Woche Zeit hat, mit dem Kader an Feinheiten zu feilen.

Im Westfalenpokalspiel beim Regionalligisten SV Rödinghausen (22. August) und im Heimspiel gegen den Halleschen FC (26. August) steht Lotte schon unter großem Druck. Nicht dabei sein wird Abwehrchef Adam Straith: Der Kapitän fällt mit einem Teilabriss des Knie-Innenbandes drei Wochen aus. Mit Alexander Langlitz und Tim Wendel dürften zwei Routiniers dafür wieder an Bord sein.


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