Vorletzter leckt die Wunden SF Lotte: Nun „Woche für Woche 90 Minuten abliefern“

Von Christian Detloff und Christoph Schillingmann

Brachten Schwung: Jaroslaw Lindner (links) und Marcus Piossek.Foto: GründelBrachten Schwung: Jaroslaw Lindner (links) und Marcus Piossek.Foto: Gründel

Lotte Das 0:2 (0:2) des Fußball-Drittligisten Sportfreunde Lotte im Heimspiel gegen die SG Sonnenhof Großaspach war ernüchternd und hatte nichts mit der angepeilten Wiedergutmachung für die herbe 1:5-Schlappe bei 1860 München gemein. Die Spieler und Verantwortlichen versuchen, sich an der Leistungssteigerung des Tabellenvorletzten nach der Pause aufzurichten.

„Ich habe die Jungs nach dem Spiel zusammengeholt und gesagt: In der zweiten Halbzeit haben wir unser wahres Gesicht gezeigt“, äußerte Kapitän Adam Straith und lobte allen voran die eingewechselten Marcus Piossek und Jaroslaw Lindner: „Man hat gesehen, wie wichtig die beiden für unser Spiel sind und wie viel sie uns als Mannschaft besser machen.“ Die Qualitäten, die das Team nach der Pause gezeigt hätten, müsse es am Montag bei Preußen Münster von der ersten Sekunde an zeigen.

Der Kanadier vergaß nicht, auf die erschreckend schwache Leistung des ersten Durchgangs einzugehen: „Wie in München: Wir fangen ganz gut an, nach dem 0:1 gehen die Köpfe runter, nach dem 0:2 noch mehr.“

Ähnlich sah es Piossek nach seinem Saisoneinstand: „Spielen wir so wie gegen 1860 und gegen Großaspach in der ersten Hälfte, steigen wir sang- und klanglos ab.“ Der Techniker ist aber optimistisch – „wenn wir spielen wie gegen Großaspach in der zweiten Hälfte. Das müssen wir Woche für Woche 90 Minuten abliefern.“ Er selbst sehe sich dabei als Führungsperson: „Ich stehe in der Pflicht voranzugehen.“

Auch Lindner hatte nach der Pause Schwung gebracht: „Ich habe mich nach meiner langen Schulterverletzung gut gefühlt.“ Lotte habe nach der Pause gezeigt, dass es nach vorne spielen könne. In der ersten Halbzeit wäre jeder Spieler noch darauf aus gewesen, Fehler zu vermeiden. „Alle hatten Angst, das hat sich negativ ausgewirkt.“

Auch der Sportliche Leiter Manfred Wilke lobte die „Reaktion auf die erste Hälfte, die nichts war – kein Spielfluss, keine Ideen und kein Abwehrverhalten“. Danach habe das Offensivspiel gepasst. „Wir haben Druck ausgeübt und hatten immerhin drei ganz große Chancen.“

Die Zahl der Muskelverletzten erhöhte sich zuletzt schlagartig: Mit Tim Wendel (Muskelfaserriss Oberschenkel), Matthias Rahn, Toni Stelzer (beide Oberschenkelprobleme) und Alexander Langlitz (Innenbanddehnung) fehlte deshalb am Mittwoch gleich ein Quartett.


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