Reck bei 1:3 gegen Würzburg im Stadion Sportfreunde Lotte kassieren vermeidbare Gegentore

Von Christoph Schillingmann

Dribbelstark präsentierte sich Stürmer Marcus Piossek (am Ball), der auf ungewohnter Position aber blass blieb. Foto: Swaantje HehmannDribbelstark präsentierte sich Stürmer Marcus Piossek (am Ball), der auf ungewohnter Position aber blass blieb. Foto: Swaantje Hehmann

Lotte. Nach drei Heimsiegen in Folge in der 3. Fußball-Liga haben die Sportfreunde Lotte verdient mit 1:3 gegen die Würzburger Kickers vor 1321 Zuschauern verloren. Das Team von SFL-Trainer Andreas Golombek unterlag im drittletzten Saisonspiel unter den Augen eines besonderen Gastes.

Mit Oliver Reck war der ehemalige Torhüter des SV Werder Bremen und des FC Schalke 04 am Samstag im Lotter Frimo-Stadion. Der 53-jährige Fußballlehrer ist aktuell Trainer des Regionalligisten Kickers Offenbach. Allerdings wird Recks Vertrag nach dem Verpassen der Aufstiegsrunde nicht über die Saison hinaus verlängert. Damit könnte der ehemalige Trainer der Schalker, des MSV Duisburg und Fortuna Düsseldorf ein Kandidat für die Nachfolge von Golombek sein, dessen Vertrag am 30. Juni ausläuft.

Der 49-jährige Lotter Trainer hatte seine Startelf nach der 1:2-Niederlage beim SV Meppen punktuell verändert: Für Innenverteidiger Adam Straith (Achillessehenprobleme) rückte Kevin Pires-Rodrigues in die Anfangsformation. Der 26-Jährige begann im Mittelfeld, dafür rückte SFL-Kapitän Tim Wendel in die Abwehr auf die Straith-Position. Zudem begann Kevin Freiberger auf dem rechten Flügel, Max Wegner nahm auf der Bank Platz. Marcus Piossek begann im Sturmzentrum.

Gegentore vermeidbar

Die Defensive der Lotter sah bei allen drei Gegentoren nicht gut aus. Beim 0:1 durch Würzburgs besten Spieler Dominic Baumann kamen Nico Neidhart und Tim Wendel zu spät (19.). Als die Sportfreunde nach der Pause das 0:2 kassierten, ließ die Defensive Sebastian Schuppan sträflich frei, sodass der Abwehrspieler ungehindert einköpfte (67.). Wendel sprach in der Situation von falscher Zuteilung: „Ich war dafür zuständig“, sagte der SFL-Kapitän. Und das dritte Gegentor in der 83. Minute resultierte aus einem fahrlässigen Ballverlust von Moritz Heyer. Den Gegenzug vollendete Ioannis Nikolaou.

Zudem agierte die Offensive der Sportfreunde über weite Strecken viel zu harmlos, sodass häufig am Strafraum Schluss war. In der ersten Halbzeit hatten die Hausherren nach einem Eckball eine gute Gelegenheit, als Freiberger den Ball über das Tor köpfte (18.). Kurz vor dem Pausenpfiff versemmelte Maximilian Osterhelweg die beste Chance aus kurzer Distanz, nachdem André Dej und Piossek den Topscorer stark freigespielt hatten (45.). „Wenn ich flach angespielt wurde, konnte ich den Ball klatschen lassen, sodass wir über die Außen kommen konnten“, erklärte Piossek. Wendel ergänzte: „Die Idee war, dass die Außen durchkommen.“ Nach der Pause hatte wieder Oesterhelweg, der nach seiner fünften Gelben Karte nächsten Samstag in Münster fehlen wird, eine gute Möglichkeit, aber der Nachschuss des 27-Jährigen prallte an den Außenpfosten (68.). Nicht richtig den Ball aus aussichtsreicher Position traf der eingewechselte Mats Facklam, dessen Flugkopfball für Würzburgs Torhüter Patrick Drewes kein Problem war (74.). Lediglich der Linksschuss von Nico Neidhart kurz vor Schlusspfiff fand den Weg ins Tor (89.).

„Die drei Punkte gehen zu Recht nach Würzburg. Sie waren einfach stark“, zog Golombek nach der Niederlage ein Fazit.