Golombek will beste Elf bringen SF-Lotte-Trainer vor Endspurt: „Abschenken – das wäre ganz schlimm“

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Fordert eine starke Einstellung seiner Spieler: Trainer Andreas Golombek (rechts), hier mit Nico Neidhart. Foto: osnapixFordert eine starke Einstellung seiner Spieler: Trainer Andreas Golombek (rechts), hier mit Nico Neidhart. Foto: osnapix

Lotte. Zum vorletzten Heimspiel der Saison empfangen die Sportfreunde Lotte mit den sechstplatzierten Würzburger Kickers einen formstarken Gegner. Für beide geht es nicht mehr um viel– doch Ausreden lassen sie im Vorfeld nicht gelten.

Wie sieht es personell aus? Abwehrchef Adam Straith will trotz Achillessehnenproblemen auf die Zähne beißen. Michael Schulze macht bereits wieder Passformen im Training mit, in das Matthias Rahn (Lauftraining) in der kommenden Woche einsteigen will. Für das Würzburg-Spiel sind beide kein Thema.

Wie gehen die Sportfreunde das Spiel an? „Wir möchten die letzten drei Partien unbedingt vernünftig über die Bühne bringen“, sagt Andreas Golombek: „Das ist nicht ganz leicht, nachdem die große Anspannung, als es ums Überleben ging, abgefallen ist.“ Auch wenn viele von ihnen bezüglich der nächsten Saison Ungewissheit verspüren, seien seine Spieler Profi genug. „Wir stellen die Besten auf. Niemand soll sagen: Jetzt haben sie die Klasse gehalten, nun ist alles egal – das wäre ganz schlimm.“ Danach folgen die Duelle bei Preußen Münster und gegen den 1. FC Magdeburg. „Gegen Würzburg können mir die Spieler zeigen: Ich will Gas geben und in den beiden abschließenden Highlightspielen unbedingt dabei sein.“

Was haben die Kickers vor? Nach sechs Spielen ohne Niederlage wollen die Bayern, die Abwehrchef Sebastian Neumann ersetzen müssen, die Serie fortsetzen. Stammspieler Anthony Syhre, wie Neumann einst beim VfL Osnabrück, rückt ins Deckungszentrum. „Wenn jeder Einzelne mit 100 Prozent reingeht, werden wir das Spiel gewinnen“, sagt Michael Schiele. Der Kickers-Trainer weiß aber auch: „Wir treffen auf eine heimstarke Mannschaft, die am Saisonende vor Osnabrück stehen will.“ Lotte hat die letzten drei Heimspiele gewonnen und 27 seiner 40 Punkte zuhause geholt.

Was gibt es sonst noch? Die jungen Mittelstürmer Bibie Nije (HSV U23) und Malick Mboob (Hannover 96 U23), die sich zwei Tage vorstellten, haben laut Golombek nicht voll überzeugt. „An guten Talenten musst du früh dran sein. Derzeit ist jeder Verein dabei, Spieler zu verpflichten“, mahnt der Trainer den Klub und erklärt die Schwere der Aufgabe: „Lotte ist für viele Spieler nicht die erste Adresse. Und grundsätzlich wollen Spieler natürlich wissen, wer hier Trainer wird.“

Und wie geht es aus? Beide spielen mit offensivem Visier. Das muntere Duell endet 2:2.


Samstag, 14 Uhr: SF Lotte – Würzburger Kickers (36. Spieltag)

So könnten sie spielen

SF Lotte: 1 Buchholz – 23 Langlitz, 4 Rossmann, 16 Straith, 27 Neidhart – 3 Wendel, 15 Heyer – 20 Pires-Rodrigues, 8 Dej, 11 Oesterhelweg – 29 Wegner.

Würzburger Kickers: 21 Drewes – 2 Ahlschwede, 3 Syhre, 27 Schuppan – 31 Göbel, 4 Nikolaou, 6 Wagner – 22 Kaufmann, 16 Mast – 9 Baumann, 19 Ademi.

In Reserve: 33 Zummack (TW), 9 Facklam, 14 Hober, 17 Piossek, 19 Freiberger, 22 Hohnstedt, 28 Putze.

Es fehlen: Lindner (Schulter-OP), Schulze, Rahn (beide Aufbautraining), Rosinger (Reha nach Adduktorenabriss), Haitz (Hüfte), Gorschlüter (Karriereende), Fernandez, Atalan, Brock (nicht im Kader).

Schiedsrichter: Marcel Schütz (Worms) pfiff im Dezember beim Würzburger 3:1-Erfolg in Großaspach und im Januar bei Lottes 1:0-Heimsieg über Zwickau zwei von bislang zehn Drittligaspielen in dieser Saison.

Zuschauer: Erwartet werden 1500 Zuschauer, davon etwa 100 aus Würzburg.

Liveticker: auf noz.de/sfl. – Livestream: auf telekom-sport.de (für Abo-Kunden).

Nächste Spiele: Am Samstag (5. 5., 13.30 Uhr) bei Preußen Münster; am Samstag (12. 5., 13.30 Uhr) zum Saisonabschluss gegen den 1. FC Magdeburg.

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